Petition: Keine Gendersprache im öffentlichen Raum

Im Namen des Gendermainstreaming sind mittlerweile weite Bereiche des Staates und der Gesellschaft ideologisch unterwandert worden. Das Mäßigungsgebot im öffentlichen Raum muss aber gerade auch für unser Kulturgut Sprache gelten. Wenn die Sprache nicht mehr frei von Ideologie ist, steht der freiheitliche Charakter des Verfassungsstaates auf dem Spiel. Gegenwärtig darf man zu recht skeptisch sein, ob dieser Kultur- und Freiheitskampf noch gewonnen werden kann, aber resignieren sollten wir dennoch nicht.

Sabine Mertens vom Verein Deutsche Sprache e. V. hat eine neue Petition gegen Gendersprache im öffentlichen Raum gestartet. Sie schreibt hierzu:

„Der Hauptfokus meiner Arbeit als Leiterin der AG Gendersprache im VDS ist die Verteidigung des Standardhochdeutschen gegenüber den immer weiter eskalierenden Angriffen durch eine kleine, radikale Minderheit von Genderlobbyisten. Um einmal ein Zeichen zu setzen, dass nicht nur ‚alte weiße Männer‘ die sog. Gendersprache ablehnen, und um eine Brücke zu schlagen zu der breiten Mehrheit außerhalb des VDS, die unser Anliegen nachweislich teilt, habe ich eine ausschließlich von Frauen initiierte Petition […] auf den Weg gebracht. Die Petition soll vor den Petitionsausschuß des Bundestages.“

Zu den Erstunterzeichnern zählen u. a. Monika Maron, Birgit Kelle, Ze do Rock und die Theologin Dorothea Wendebourg.

Wer die Petition mitzeichnen möchte, hat hier die Gelegenheit:

https://www.openpetition.de/petition/online/abkehr-von-der-gendersprache-in-politik-verwaltungen-bildung-und-gesetzgebung-jetzt

David Berger dokumentiert Rede der Bürgerrechtlerin Angelika Barbe gegen ihren CDU-Parteiausschluss

„Diktatur zeigt sich im Umgang mit ihren Kritikern“. Wie wahr. Die Sündenfälle einer maßlos gewordenen Coronapolitik sind nicht vorbei, geschweige denn aufgearbeitet. David Berger dokumentiert den Umgang mit Angelika Barbe durch die CDU:

Freiheit ist kein fester Besitzstand. Wir müssen immer wieder neu um sie kämpfen.

Zwischenruf: Warum ich die F.A.Z. abbestellt habe …

Vor fast einem Jahr habe ich die F.A.Z. abbestellt. Und falls ich es vergessen haben sollte, warum ich dieses Revolverblatt aus Frankfurt abbestellt habe … – seit heute, 8. Juli, weiß ich es wieder. Dank zweier Kommentare auf Seite 8.

Zum einen von Reinhard Müller – zur höchstrichterlichen Bestätigung der Impfpflicht für Soldaten: Die Impfpropaganda in der Zeitung für angeblich kluge Köpfe geht unvermittelt weiter. Und dies völlig unbeirrt von empirischen Anfrangen. Diese werden weiterhin ignoriert. Dafür müsste man bei einem hohen Rechtsgut wie der körperlichen Unversehrtheit doch wohl besonders sorgfältig abwägen. Der  neue heiße deutsche Herbst steht vor der Tür. Und Müller weiß: „Das ändert aber nichts daran, dass bisher die Vorteile der Impfung die Risiken klar überwiegen. Auch das ist noch einmal auf wissenschaftlicher Grundlage für die Anordnung weiterer Auffrischungsimpfungen klargestellt worden. Das ist wichtig für die Anordnung weiterer Auffrischimpfungen und für den kommenden Herbst angsichts immer noch zahlreicher Wissenschaftsfeinde.“ Platter und dumpfer geht es nicht. O sancta simplicitas, ora pro nobis. Ja, und die F.A.Z. weiß auch: Die Impfung schützt vor Weitergabe. Wer anderes behauptet, ist ein Wissenschaftsfeind. Das ist die Bankrotterklärung der sog. Wissensgesellschaft – oder: Magie ersetzt seriöse Wissenschaftsorientierung. Und letztere weiß eben: Wissenschaft ist nie schwarz oder weiß, sondern ein beständiges Ringen um das bessere Argument.

Zum anderen von Daniel Deckers – diese Mal geht es um die CDU-Pläne für eine soziale Dienstpflicht: Was mit der menschenwürdefeindlichen Impfnötigung praktiziert wurde, will Deckers jetzt bei diesem Thema fortsetzen: „Um so eher könnte sie Nägel mit Köpfen machen und ein Konzept für Freiwilligendienste entwerfen, die so attraktiv sind, dass junge Menschen nur um den Preis erheblicher immaterieller und womöglich sogar materieller Nachteile ausschlagen können.“ Was meint Deckers damit? Mehr BAföG, wenn man sozial gedient hat? Oder Steuernachlässe in jungen Jahren? Wie auch immer … Freiwiligkeit durch staatlichen Zwang. Mir graust bei einem solchen Staatsverständnis und Menschenbild.

Sollte Bürgerlichkeit noch etwas mit dem „Sapere aude“ Kants und der Aufklärung zu tun haben, dann hat diese in der F.A.Z. keinen Ort mehr.

7 Argumente: Impfpflichturteil des Bundesverfassungsgerichts basiert auf fehlerhafter Rechtstatsachenforschung

Corona-Impfung gefährlicher als angenommen: Das Bundesverfassungsgericht bewertete die Impf-Pflicht als Verfassungs-konform. Aber: Der Beschluss beruht auf einer methodisch fehlerhaft durchgeführten Sicherheits-Analyse des Paul-Ehrlich-Instituts.“

Die Kurzfassung zum Weiterlesen finden Sie in der Onlineausgabe der „Weltwoche“:

Die Langfassung des Beitrags finden Sie auf den Internetseiten der Autorengruppe der „7 Argumente“:

Rezensionskritik: Die gespaltene Gesellschaft

„Die gespaltene Gesellschaft“ (hg. v. Severin Lederhilger, Bd. 9 der Schriften der Katholischen Privat-Universität Linz, Regensburg: Friedrich Pustet 2020, 178 Seiten) dokumentiert die 21. Ökumenische Sommerakademie in Kremsmünster von 2019, reflektiert also noch nicht die Coronakrise und ihre Folgen. Seit Corona hat die Spaltung der Gesellschaft neue Dimensionen angenommen. Eine Politik der Impfnötigung, der Diffamierung politischer Kritiker der Coronapolitik und der Ausgrenzung Ungeimpfter haben die Gesellschaften in Deutschland und Österreich polarisiert. Umso spannender, sollte man meinen, müsste sich eine Rezension des Bandes jetzt lesen. Eine solche findet sich aktuell in der Zeitschrift AMOSinternational (16. Jg., H. 2/2022, S. 49 f.), verfasst von dem Mainzer Sozialethiker Gerhard Kruip.

Doch weit gefehlt. Enttäuschend bereits der Auftakt, bei dem der Rezensent äußerst grob sein Holz schnitzt: Indikatoren für gesellschaftliche Spaltungstendenzen „sind die Konflikte um die Zuwanderung von geflüchteten Menschen aus dem arabischen und afrikanischen Raum, die Auseinandersetzungen um die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, die erstaunlich irrationalen Widerstände gegen Corona-Maßnahmen und eine Impfung gegen das Corona-Virus sowie nicht zuletzt die Beobachtung, dass viele Menschen offenbar rational nicht nachvollziehbaren Verschwörungstheorien anhängen und deren krude Thesen in sozialen Medien und bei Demonstrationen vehement vertreten“ (S. 49). Der Rezensent spaltet selber: Wer anders denkt wird etikettiert und ausgegrenzt. Für Kruip gibt es nur Schwarz und Weiß, gut und böse, rational und irrational. Der Rezensent verschwendet keinen Gedanken darauf, dass Impfungen vor Corona als Eingriff in die körperliche Unversehrtheit, immerhin ein zentrales Menschen- und Grundrecht, angesehen wurden und deshalb nur freiwillig erfolgen sollten. Im Gegenteil: Wer gegen eine Politik der Impfnötigung und sozialen Ausgrenzung auf die Straße geht, kann doch wohl nur krude denken – auch hier kein Gedanke daran, dass die Demonstrationsfreiheit ebenfalls Grundrechtsrang genießt.

Wer nach diesem tendenziösen Auftakt der Rezension dennoch weiterliest, wird sich in der Mitte der Besprechung verwundert die Augen reiben. Dort äußert Kruip Kritik an sogenannter „neurechter politischer Theologie“, ohne diese genau zu definieren – und mit welchem Argument? Sie kritisiere die Menschenrechte. Lassen wir dahingestellt, ob dies so überhaupt stimmt. Der Rezensent merkt gar nicht, dass er zu Beginn seiner Rezension selbst zentrale Menschenrechte kleingeredet hat bzw. solche verächtlich gemacht hat, die sie in Anspruch nehmen.

Mit dem Fazit am Ende der Rezension kann der Herausgeber zufrieden sein: „Insgesamt hat die Katholische Privatuniversität Linz mit diesem Band einen wichtigen und lesenswerten Beitrag zur Debatte über gesellschaftliche Spaltungstendenzen und die Aufgaben der Kirchen zu ihrer Überwindung geleistet“ (S. 50). Eine Sozialethik, die derart holzschnittartig und voreingenommen argumentiert, wie Kruip es in der Rezension vorführt, wird die Kirchen bei dieser Aufgabe nicht unterstützen.

PS: Eine weitere Rezension zu dem Sammelband findet sich in der „Neuen Ordnung“ 2/2021 – übrigens: Die dort veröffentliche Rezension war der Redaktion von AMOSinternational zu kritisch und wurde daher abgelehnt. Nachdem der Rezensent substantielle Änderungen ablehnte und seine Rezension zurückzog, wurde die Besprechung neu vergeben. Der Leser vergleiche selbst.

Bremer Initiative Freie Impfentscheidung

Weitere Internetseiten weisen mittlerweile auf den Offenen Brief der Bremer Initiative Freie Impfentscheidung hin:

zum einen das Blog „Christliches Forum“ …

… zum anderen die Initiative „Mediziner und Wissenschaftler für individuelle Impfentscheidung“:

https://www.impfen-wer-will.de/aktuelles

Offener Brief: Für die freie Impfentscheidung

Die Bremer Initiative Freie Impfentscheidung spricht sich in einem Offenen Brief an die Gesundheitsminister des Bundes und der Länder, die Abgeordneten des Bundestages sowie die Senatsmitglieder in Bremen noch einmal deutlich für die freie Impfentscheidung aus und lehnt körperliche Zwangseingriffe im Rahmen der Coronapolitik ab. Der Brief wurde auf den Seiten der Autorengruppe der „7 Argumente“ veröffentlicht:

Rezension: Bildung und Religion

Zum Band „Bildung und Religion. Die geistigen Grundlagen des Kulturstaates“ ist die erste Rezension erschienen. Der Historiker, Publizist und Journalist Sebastian Sigler bespricht den Band auf den Internetseiten des Arbeitskreises der Studentenhistoriker – unter dem Titel: Grundlagen, die wir zwingend brauchen:

http://studentenhistoriker.eu/?p=4430