Engagement 3/2018 zum Thema Jungenpädagogik

Das neue Themenheft 3/2018 der Zeitschrift engagement widmet sich dem Thema Jungenpädagogik. Der verantwortliche Herausgeber, Prof. Dr. Clauß Peter Sajak (Universität Münster), beschäftigt sich in der offenen Umschau des Heftes mit der „Genderthematik in den Lehrplänen der Länder der Bundesrepublik Deutschland“. Prof. Dr. Volker Ladenthin (Universität Bonn) fragt: „Ist Unterricht nur wissensorientiert? Über einen Zusammenhang von Wahrheit und Glaube. Eine erkenntnistheoretische Meditation“.

Im Rezensionsteil werden folgende Titel besprochen:

  • Reinhard Winter: Praxisbuch Jungen in der Schule (Rez.: C. P. Sajak)

Reinhard Winter, der sich als Psychodramaleiter und Diplompädagoge einen Ruf als Experte für Jungenthemen und Jungenpädagogik im deutschsprachigen Raum erworben hat, legt mit dem vorliegenden Buch eine weitere Handreichung vor, in der seine vielfältigen Erfahrungen in der über dreißigjährigen Arbeit mit jungen männlichen Jugendlichen und jungen Männern gebündelt sind.

  • Claudia Krell, Kerstin Oldemeier (Hgg.): Coming out – und dann …?! (Rez.: W. Scheel)

Das Buch ist nicht nur für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen empfehlenswert, sondern auch für Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich mit jungen Menschen zu tun haben, besonders für Pädagogen Pädagoginnen inner- und außerhalb von Schulen.

  • Herbert Bassarak (Hg.): Lexikon der Schulsozialarbeit (Rez.: D. Rüsch)

Dieses Lexikon sollte in jedem Jugendamt Schule machen und in jeder Schule helfen, dass die Schülerinnen und Schüler zugleich auch als Kinder beziehungsweise Jugendliche wahrgenommen werden. Denn es bedarf auf Dauer einer fundierten Konzeptionierung und verlässlichen Ausstattung an Personal und Räumen, damit Schulsozialarbeit in all ihren Möglichkeiten wirksam werden kann. Das „Lexikon der Schulsozialarbeit“ ist hierfür ein hervorragender Baustein!

  • Marcus Bär, Manuela Franke (Hgg.): Spanischdidaktik (Rez.: B. Igelbrink)

Dieses Buch aus der Praxis für die Praxis könnte zu einem Standardwerk im Buchregal aller (angehenden) Spanischunterrichtenden avancieren.

  • Carmen Rivuzumwami (Hg.): Gemeinsam: Leben Glauben Bilden (Rez.: A. B. Kunze)

Bemerkenswert ist schließlich noch der Schlussbeitrag des Bandes: Stefan Hermann, Direktor des Pädagogisch-Theologischen Zentrums der Landeskirche in Stuttgart-Birkach, hält ein engagiertes Plädoyer für einen weiterhin starken konfessionell geprägten Religionsunterricht, gut begründet, wenn auch im vorstehenden Sinne „unzeitgemäß“, insofern der Hauptstrom der zeitgenössischen Religionspädagogik deutlich in Richtung konfessioneller Kooperation fließt.

  • Matthias Arnold, Philipp Thull (Hgg.): Theologie und Spiritualität des Betens (Rez.: W. Eykmann)

Neben den empirisch-psychologischen Befunden, die – so die Behauptung Anton Bubers – am meisten den Betenden selbst nützen und neben den „Gebete(n) als literarische Gattung“ (Georg Langenhorst) sowie neben den außergewöhnlichen Gebetserhörungen bei „Heiligsprechungsverfahren“ und „Lourdes“ (Andreas Resch CSsR) beeindruckt die pädagogisch-theologische Verortung des Gebetes in der, wie man früher gesagt hat, Allgemeinen Pädagogik; hier modern formuliert: Das Verhältnis von Erziehung, Bildung und Religion in der pluralen Gesellschaft im Bezug zum Gebet (Axel Bernd Kunze).

  • Herbert Hömig. Altenstein (Rez.: J. Dochhorn)

Lässt sich dieses materialreiche Buch für den Unterricht in der Oberstufe einsetzen? Falls eine Quelle zu verwenden ist, bietet sich wohl die Denkschrift von 1807 an (vergleiche hierzu die biblio­graphische Angabe S. 387, dort Anmerkung 1); der Stil des Freiherrn dürfte allerdings als etwas zäh empfunden werden. Ansonsten findet sich reichlich Material für neue Wahrnehmungen von Geschichte und Gegenwart.

  • Iben Akerlie: Lars, mein Freund (Rez.: A. Frey)
  • Christoph Scheuring: Absolute Gewinner (Rez.: K. Steinfeld-Bartelt)

 

Buchtipp: Bildung in der Demokratie

Der Verlag für Kultur und Wissenschaft wirbt in der neuen Ausgabe des „Burschenschafters“ (Jg. 2, 2/2018, S. 11) für den Titel:

Bildung in der Demokratie

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind.

Pädagogik ist nicht selbst politisch, aber politisch relevant – durch das, was sie dem Einzelnen mitgibt. Indem Bildung zur Freiheit im Denken, Reden und Handeln befähigt, ist sie für Demokratie unverzichtbar. Umgekehrt wird sich nur ein demokratisch verfasster Staat politisch mündige Bürger wünschen und auch ertragen können. Pädagogischer Widerspruch ist dort notwendig, wo Bildungspolitik die Bürger glauben machen will, sie wüsste schon im Voraus besser, wofür diese ihre Freiheit einsetzen sollten. Die Zukunft liegt nicht fertig vor uns, sondern muss erst noch entworfen werden – unter
Herausforderungen, die wir heute noch nicht überblicken können. Den hierfür notwendigen Mut zur Freiheit wird nur eine Pädagogik
wecken können, die sich ihren pädagogischen Eigensinn bewahrt und ihre eigene pädagogische Freiheit nicht unter Wert verkauft.
Streitbar, kritisch und unkonventionell diskutiert der Band aus pädagogischer und bildungsethischer Perspektive aktuelle Bildungsaufgaben,
vor denen unser Gemeinwesen steht: von einer Erziehung zur Toleranz über gesellschaftliche Integration und Inklusion bis zum Umgang mit religiöser Vielfalt.
Axel Bernd Kunze ist promovierter Sozialethiker und habilitierter Erziehungswissenschaftler. Er leitet eine Fachschule für Sozialpädagogik und lehrt als Privatdozent am Bonner Zentrum für Lehrerbildung. Daneben ist er in München und Heilbronn als Lehrbeauftragter für (berufs-)ethische Fragen in der Sozialen Arbeit tätig.

Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn; ISBN 9783862691487; 164 Seiten, 15,80 €.

Der Band ist in jeder Buchhandlung erhältlich.

Neuerscheinung: Mentalisierungsbasierte Pädagogik

Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Mentalisierungsbasierte Pädagogik“ der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg unter Leitung von Professor Dr. Stephan Gingelmaier liegen nun in gedruckter Form vor. Ziel des Projektes war es, näher zu erforschen, wie wichtig der Zusammenhang von Emotionen, Verstehen und pädagogischer Beziehung für den Erzieherberuf ist.

Stephan Gingelmaier, Svenja Taubner, Axel Ramberg (Hg.): Handbuch mentalisierungsbasierte Pädagogik, Göttingen 2018.

Erzieher – eine Menschenrechtsprofession

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wird in diesem Jahr siebzig Jahre alt, die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen kann im kommenden Jahr – 2019 – ihr dreißigstes Jubiläum feiern. Deren Grundgedanke lautet: Kinder sind nicht einfach kleine, noch unfertige Erwachsene oder Objekte elterlicher oder gesellschaftlicher Fürsorge, sondern Subjekte mit eigenen Rechtsansprüchen. Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes markiert einen deutlichen Perspektivwechsel im Umgang mit Kindern (die Vereinten Nationen meinen dabei Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit), wie die Menschenrechtspädagogin Claudia Lohrenscheit auf einer Tagung des Deutschen Instituts für Menschenrechte betont hat: „Die Achtung und der Schutz ihrer unveräußerlichen Würde muss die zentrale Leitlinie sein für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie sind somit nicht nur Objekte von Schutz und Fürsorge durch Erwachsene, sondern sie sind auch Subjekte ihrer eigenen Entwicklung, die sie selbst mitbestimmen sollen und können.“

Kinder haben nicht andere Menschenrechte als Erwachsene, aber sie sind aufgrund ihres Alters, ihrer Entwicklung und ihrer Abhängigkeit von anderen auf spezifische Weise verletzbar. Diesem Umstand trägt die Kinderrechtskonvention Rechnung und legt die Menschenrechte auf die besonderen Lebensumstände von Kindern hin aus.

Wie andere Menschenrechtsdokumente auch erwähnt die Kinderrechtskonvention die Elementarbildung nicht ausdrücklich. Allerdings zeigt die mittlerweile dreißigjährige Auslegungspraxis, dass die Bestimmungen der Konvention zunehmend auch auf den Bereich der frühen Bildung und Erziehung übertragen werden. Der Erzieherberuf kann daher durchaus als wichtige Menschenrechtsprofession begriffen werden.

Erzieherinnen und Erzieher sind Anwälte der Interessen und Bedürfnisse der Kinder. Die volle Verwirklichung des Rechts auf Bildung setzt voraus, dass Kinder bereits von Anfang an bei ihren Lernprozessen unterstützt und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Wichtig hierbei sind Formen der kontinuierlichen Beobachtung und Dokumentation, regelmäßige Beratungs- und Entwicklungsgespräche mit den Eltern sowie die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Netzwerkpartnern, damit im Bedarfsfall weitergehende Schutz– oder Unterstützungsmaßnahmen vermittelt werden können. Eigene Präventions- und Schutzkonzepte sollten für alle Kindertageseinrichtungen selbstverständliche Pflicht sein.

Wer in Krippe oder Kindertagesstätte arbeitet, erfüllt einen ganzheitlichen Förderauftrag, wie der Gemeinsame Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen von 2004 deutlich macht: „Angesprochen wird damit insbesondere die Entwicklung des Sozialverhaltens sowie der Fähigkeit und der Bereitschaft zur entwicklungsangemessenen Übernahme von Verantwortung. Dies sind auch gleichzeitig anerkannte Aspekte der Persönlichkeitsbildung. Der Bildungsprozess des Kindes umfasst alle Aspekte seiner Persönlichkeit. Bildung und Erziehung werden als ein einheitliches, zeitlich sich erstreckendes Geschehen im sozialen Kontext betrachtet.“ Der Prozess der Weltaneignung ergibt sich vorrangig aus sozialen Situationen, erfolgt in Tageseinrichtungen für Kinder also in erster Linie alltagsbasiert.

Aus dem Alltagsgeschehen einer Kindertageseinrichtung heraus ergeben sich immer wieder wirksame Beteiligungsmöglichkeiten; solche realen Erfahrungen können für die Werterziehung äußerst fruchtbar sein, wie Volker Elsenbast in einem Beitrag über Gerechtigkeitserziehung im Kindergarten verdeutlicht: Es können beispielsweise „Situationen entstehen, in denen Kinder, Erzieherinnen oder beide gerechte Entscheidungen herbeiführen wollen, zum Beispiel beim Teilen: Ob es um die Aufteilung von Spielmaterial geht oder um das Austeilen bei Mahlzeiten: Soll jede/jeder das Gleiche bekommen? Oder das, was er/sie will? Oder das, was Kinder so im Durchschnitt brauchen […]?“

Bildung in Kindertageseinrichtungen beginnt entscheidend damit, dass Erzieherinnen und Erzieher Erfahrungen ermöglichen, durch welche die Kinder lernen, wachsen und sich erproben können. Nicht zuletzt kann die Elementarbildung Erfahrungsräume erschließen, die in der Familie oder im sozialen Umfeld heute vielfach fehlen. Dies können zum Beispiel soziale Erfahrungen für Kinder sein, die ohne Geschwister aufwachsen; Erfahrungen im Wald oder auf der Wiese für Kinder, die sonst keinen direkten Kontakt mit der Natur mehr erleben; Erfahrungen mit Büchern für Kinder, die schon früh mit Internet oder Fernsehen konfrontiert werden; Erfahrungen im handwerklich-künstlerisch-praktischen Bereich für Kinder, die schon früh mit Smartphone und Tablet aufwachsen; Erfahrungen mit Ritualen, religiösen Feiern oder Sinnfragen für Kinder, die in ihrem sozialen Umfeld sonst wenig Begegnung mit gelebter Religion mehr erleben; Erfahrungen beim forschenden Experimentieren, kreativen Ausprobieren und Entdecken für Kinder, die sonst nur vorgeformtes Spielzeug kennen … und so weiter.

Die praxisorientierten Profilfächer unserer Fachschule, die wir zum größten Teil in Kooperation mit externen Partnern anbieten, sollen unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, bereits in der Ausbildung Schwerpunkte zu setzen und eigene Interessen praxisorientiert zu vertiefen, damit sie den ihnen anvertrauten Kindern später genau solche Erfahrungen vermitteln können. Wenn es im Kindergarten gelingt, den Erfahrungsraum der Kinder gezielt zu erweitern und ihnen zu helfen, sich Alternativen, neue Interessen oder Horizonte zu erschließen, kann dies eine Bereicherung für das gesamte weitere Leben sein.

(aus einem Grußwort der Schulleitung zur feierlichen Zeugnisübergabe)

Neuerscheinung: Einführung in den Erziehungsbegriff an Fachschulen für Sozialpädagogik

Carsten Püttmann (Hg.): Erziehung – Konzepte und Unterrichtsbeispiele zur Einführung in den Erziehungsbegriff (Didactica nova; 27), Baltmansweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 2018.

Aus der Einleitung des Herausgebers:

„Der abschließende Beitrag von Priv.-Doz. Dr. Axel Bernd Kunze, Schulleiter der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Weinstadt, widmet sich der Frage, wie im Rahmen der fachschulischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher sich Haltung und Auftrag professioneller Erziehung grundlegend erschließen lässt. Ausgehend von bildungstheoretischen Überlegungen werden zentrale Merkmale von Erziehung markiert und Erziehungshandeln charakterisiert. Nachfolgend wird aufgezeigt, wie ein grundlegendes Verständnis für Erziehungsaufgaben und deren kommunikative Ausgestaltung im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung aufgebaut werden kann. Sein Unterrichtsvorhaben orientiert sich an Fragen wie: Warum braucht der Mensch Erziehung? Was ist unter Erziehung zu verstehen? Wo bekommen wir Erziehung? Wie sollen Erziehungsprozesse gestaltet sein? Darauf aufbauend wird eine Idee zur fachpraktischen Erschließung des Erziehungsauftragaes vorgestellt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in der sozialpädagogischen Ausbildung in der Verschränkung von fachtheoretischer und fachpraktischer Auseinandersetzung ein Perspektivwechsel zu vollziehen ist: vom Zu-Erziehnenden zum professionellen Erzieher.“ (S. 5 f.)

Axel Bernd Kunze: Wie lassen sich Haltung und Auftrag professioneller Erziehung grundlegend erschließen? Überlegungen für die Einstiegsphase der sozialpädagogischen Ausbildung, in: ebd., S. 206 – 236.

Neuerscheinung: Wie kann „Erziehung“ gelehrt werden?

Carsten Püttmann (Hg.): Erziehung – Konzepte und Unterrichtsbeispiele zur Einführung in den Erziehungsbegriff (Didactica nova; 27), Baltmansweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 2018.

Verlagsinformation:

Im Pädagogikunterricht sind im Rahmen der Einführung des Faches Begriffe zu lehren, die als leitende Orientierung für folgende Unterrichtssequenzen ausdifferenziert und genützt werden. Zu den Grundbegriffen gehört der Begriff »Erziehung«, weil er zusammen mit »Bildung« das Proprium des Faches bestimmt.
Führende Vertreter der Fachdidaktik Pädagogik zeigen in diesem Sammelband auf, wie der Begriff »Erziehung« anhand fachdidaktischer Überlegungen über einen gelingenden Pädagogikunterricht zu Beginn eines Kurses eingeführt und im Laufe des Unterrichts so weiterentwickelt wird, dass ein tragfähiges Konstrukt des Begriffs für ein wissenschaftliches Studium oder einen verantwortlichen Gebrauch in privaten und öffentlichen Situationen vorbereitet ist.
Erstmalig versammelt sind Vertreter aus unterschiedlichen Institutionen (Universität, Gymnasium, Gesamtschule, Fachschule) und Bundesländern. Im Hinblick auf die Diskussion u¨ber die pädagogischen Perspektive im PU ergeben sich dadurch interessante und fundierte Impulse.

Axel Bernd Kunze, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Verbands der Pädagogiklehrer und Pädagogiklehrerinnen sowie Schulleiter einer Fachschule für Sozialpädagogik, beschäftigt sich in seinem Beitrag (S. 206 – 236) mit der Frage:

Wie lassen sich Haltung und Auftrag professioneller Erziehung grundlegend erschließen? Überlegungen für die Einstiegsphase der sozialpädagogischen Ausbildung.

Ein Plädoyer für das Bekenntnis des Sozialstaats zu seinen ethisch-moralischen Wertgrundlagen

„Die Kolumne vom 28. Juni 2018 ist ein Plädoyer für das Bekenntnis des Sozialstaats zu seinen ethisch-moralischen Wertgrundlagen. Dr. Axel Bernd Kunze, Sozialethiker, Erziehungswissenschaftler sowie Schulleiter, macht darauf aufmerksam, dass ein Staat, der seine christlichen Wurzeln verleugnet und Vielfalt zum absoluten Wert erklärt, nicht nur integrationsunfähig wird, sondern auch die Freiheit der Menschen beschneidet.“ (Wolfgang Kurek)

Die aktuelle sozialethische Kolumne aus der „Tagespost“ dieser Woche ist nun auch auf den Internetseiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach verlinkt. Die katholische Wochenzeitung und die Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz verantworten gemeinsam die regelmäßige Kolumne, für die ein Kreis deutschsprachiger Sozialethiker schreibt.

 

Neue Kolumne: Wenn der Sozialstaat übergriffig wird …

Regelmäßig erscheint in der Wochenzeitschrift „Die Tagespost“ – in Kooperation mit der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach – eine sozialethische Kolumne.  Deutschsprachige Sozialethiker nehmen meinungsstark zu aktuellen sozial- oder wirtschaftspolitischen Herausforderungen Stellenung.

In der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ hat Axel Bernd Kunze sozial- und bildungsethisch zur Feder gegriffen:

Kolumne (27. Juni 2018): Wenn der Sozialstaat übergriffig wird …

https://www.die-tagespost.de/politik/wi/Kolumne;art314,189908

Ist es ketzerisch, sich folgendes Gedankenexperiment vorzustellen!? Man ersetze „Vielfalt“, „Offenheit“ oder „Diversity“ in vielen Curricula und Modulhandbüchern durch „Marxismus-Leninismus“ … Historische Parallelen sind natürlich wie immer rein zufällig. In unserem Bildungssystem gilt doch immer noch der Beutelsbacher Konsens und steht Kritik an oberster Stelle – oder doch nicht mehr so ganz.

Laizismus und Neutralität werden verwechselt. Was dem Staat an Kulturpflege nicht mehr zugebilligt wird, kommt durch die Hintertür als Manipulationsmacht wieder herein. Das staatliche Toleranzgebot löst sich auf, der Staat steuert den gesellschaftlichen Diskurs.

Neuerscheinung zur Gesangsdidaktik: Die Kunst des Gesangs

Gabriella Pittnerova: L’arte del canto – Die Kunst des Gesangs, Würzburg: Königshausen & Neumann 2018, ISBN 978-3-8260-6447-0

L’arte del canto – Die Kunst des Gesangs basiert auf dem italienischen Belcanto-Stil. Diese brillante Technik legt besonderen Wert auf die exakte Atemführung, Ausgeglichenheit und Virtuosität der Stimme sowie große Flexibilität in der Dynamik. Sie fördert die Beherrschung aller stimmlichen Schattierungen ebenso wie die Ausgewogenheit der Legato-Kultur für schönen Gesang auf höchstem Niveau.

Auf Basis der fünfundzwanzigjährigen Bühnenerfahrung und Unterrichtspraxis vermittelt die Autorin Gabriella Pittnerova mit ihrer Methodik auf leichtverständliche und abwechslungsreiche Weise fundierte Kenntnisse für eine erfolgreiche sängerische Ausbildung. Das Buch beinhaltet ein vielfältiges Spektrum von der Technik der Stimme der darstellenden Kunst bis zur Fachbesetzung mit wertvollen Tipps. Zur Anschaulichkeit finden sich ferner anatomische Zeichnungen und spannende Einblicke in historische Epochen.

Der Band dient als Unterrichthilfe, Studienbegleitung, zum Selbststudium sowie als Quelle zur Erweiterung des eigenen Könnens und stellt eine wahre Bereicherung für Liebhaber von der Klassik bis zum Pop dar, die aus Liebe zur Musik das Singen erlernen wollen. Die beiliegende CD enthält praktische Übungen zum täglichen Stimmtraining.

Bildergebnis für Pittnerova Die Kunst des Gesangs

Die Autorin Gabriella Pittnerova ist als Opern- und Konzertsängerin sowie Gesangsdozentin für Klassik, Operette, Musical als auch Pop/Rock in Stuttgart und im weiteren In- und Ausland tätig. Sie studierte am Konservatorium Zilina, der Hochschule für musische Künste Bratislava und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Mit dem Maestro Gian-Franco Brizio, einem ehemaligen Gesangsstudenten des gefeierten Tenors Mario Del Monaco, rundet sie ihr künstlerisches Profil in Italien ab. Sie begann ihre junge Karriere als Koloratursopranistin und war in diesen Fach am Slowakischen Nationaltheater Bratislava und dem Nationaltheater Prag engagiert, wo sie als Königin der Nacht in W. A. Mozarts „Die Zauberflöte“ debütierte. Ferner gastierte Sie weltweit bei zahlreichen Bühnen- und Konzertauftritten, Musikfestivals, TV- und Rundfunkproduktionen. Nach ihrer erfolgreichen Opernkarriere widmet sich die  Künstlerin der Gesangspädagogik und konzertanten Tätigkeit in Stuttgart. Ihre Gesangsstudenten studieren weltweit in Europa, USA und Japan an führenden Musikhochschulen, Konservatorien und Musikakademien. Sie sind weiterhin bei diversen Projekten als Sänger, Musicaldarsteller, Pop- und Rocksänger, in Bands und bei CD- und Fernsehproduktionen engagiert.

Nähere Informationen zur Autorin finden Sie unter: www.gabriella-pittnerova.com

Das Buch kann über den Buchhandel oder direkt beim Verlag Königshausen & Neumann unter Tel. (0 9 31) 32 98 70-0 bezogen werden.

(Quelle: Verlagsinformationen)

Tagung: 2. Frankfurter (In-)Kompetenzkonferenz zur Digitalisierung

Am 6. Oktober 2018 findet an der Universität Frankfurt die

2. Frankfurter (In-)Kompetenzkonfrenz zur Digitalisierung statt:

Plenum digitale – Vacuum mentale?

Die öffentliche Tagung wird veranstaltet von Professor Dr. Josef Pfeilschifter, Dekan des Fachbereichs Medizin der Goethe-Universität Frankfurt, Professor Dr. Guido Pfeifer vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und von Professor Dr. Hans Peter Klein, vom Fachgebiet Didaktik in den Biowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.

Weitere Informationen und das ausführliche Tagugnsprogramm finden Sie auf den Seiten der Gesellschaft für Bildung und Wissen:

https://bildung-wissen.eu/veranstaltungen-1/plenum-digitale-vacuum-mentale.html