Das neue Positionspapier „Betreuung statt Bildung? Ohne uns!“ des Bundesverbands evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist jetzt auch online verfügbar:
Bildungspolitik
Vorankündigung: Betreuung statt Bildung? – Ohne uns!
Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) hat ein neues Positionspapier veröffentlicht:
„Betreuung statt Bildung? – Ohne uns!
Pädagogische und berufspolitische Folgen des Fachkräftemangels“
Der Verband schreibt hierzu: „Gerade mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um die Fachkräftegewinnung in der Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen Diskussionen rund um die Ausbildungsformate an den Berufsfachschulen als auch mit Blick auf die Diskussionen neuer Zuschnitte der Beschäftigungs- und Entwicklungsperspektiven für Abschlüsse an Berufsfachschulen ist es umso dringender die Ausbildungswege an Fachschulen und deren Kompetenzen wie Professionalität in den Mittelpunkt zu stellen.“
Das Papier wurde am 24. November 2024 in Berlin verabschiedet und wird zeitnah hier verlinkt.
Der Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA) ist der bundesweite Dachverband der evangelischen Fachschulen und Fachakademien und vertritt über 55 Mitgliedsschulen in evangelischer und diakonischer Trägerschaft, an den jährlich rund 15.000 Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet werden.
Interview: Heute noch Weihnachten in der Schule feiern?
Neues aus dem „Lehrerzimmer“ (Sendung vom 12. Dezember 2024):
An einer britischen Grundschule soll aktuell auf christliche Symboliken verzichtet werden, in Italien wurde Jesus durch Kuckuck im Weihnachtslied ersetzt, und wie sieht es hierzulande aus? Dr. Axel Kunze, Privatdozent und katholischer Sozialethiker, dazu im Gespräch mit Camilla Hildebrandt.
Jubiläum: 200 Jahre Pädagogik an der Universität Münster
Das Institut für Erziehungswissenschaft an der vormaligen Westfälischen Wilhelms-Universität Münster feiert sein zweihundertjähriges Jubiläum. Es zählt zu den bundesweit größten seiner Art mit derzeit sechsundzwanzig Professuren und dreiundzwanzig Arbeitsgruppen. Gegründet wurde es 1824 als Philosophisch-pädagogisches Seminar. Schon der Namenswechsel von Pädagogik zu Erziehungswissenschaft macht deutlich, welche Veränderungen das disziplinäre Selbstverständnis in dieser Zeit genommen hat. Andreas Oberdorf, Patrick Gollub und Tim Zumhof haben aus diesem Anlass im Münsteraner Verlag Aschendorff eine Festschrift mit dem Titel „Pädagogik und Erziehungswissenschaft an der Universität Münster“ herausgegeben.
Ad multos annos!
Rezension: Raus der Bildungsfalle
Digitale Technik gehört zur Lebenswelt der heutigen Schüler – und wird auf künftig dazugehören. Daher gehört die bildende Auseinandersetzung mit den digitalen Möglichkeiten, ihren Chancen und Risiken auch in die Schule. „Nicht zu viel – und nicht zu wenig“, wäre ein guter pädagogischer Ratschlag in Traditionen der abendländischen „temperantia“ für den verantwortlichen und reflektierten Umgang mit Digitalisierung in unseren Schulen. Doch möglicherweise verliert Deutschland auch hier mal wieder den Anschluss an Entwicklungen in anderen Ländern – nicht durch ein Zu-wenig, sondern ein Zu-viel an Digitalisierung. Denn immer mehr Länder erkennen, dass es für Bildung und Erziehung auch smartphonefreie Räume und eine neue Achtsamkeit auf Beziehung braucht.
Wer sich mit diesen Fragen beschäftigen will, findet Anregungen in folgendem Band, der jetzt in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Publik-Forum“ vorgestellt wird:
Axel Bernd Kunze (Rez.): Rezension zu „Tim Engartner: Raus aus der Bildungsfalle, Westend, 238 Seiten, 25 Euro“, in: Publik-Forum vom 22. November 2024, S. 57.
Rezensionen: Jetzt im Portal Socialnet freigeschaltet
Christoph Schröder u. a. (Hgg.): Verstehende Bildungsforschung
https://www.socialnet.de/rezensionen/31430.php
Theresa Bechtel u. a. (Hgg.): Perspektiven diskriminierungskritischer Politischer Bildung
Rezension: Perspektiven diskrimierungskritischer Politischer Bildung

Axel Bernd Kunze rezensiert den Band im Internetportal Socialnet.de (Veröffentlichung am 8.11.2024):
Theresa Bechtel, Elizaveta Firsova, Arne Schrader, Bastian Vajen, Christoph Wolf (Hrsg.): Perspektiven diskriminierungskritischer Politischer Bildung. Wochenschau-Verlag (Frankfurt am Main) 2023. 224 Seiten. ISBN 978-3-7344-1552-4. D: 31,90 EUR, A: 32,80 EUR.
Reihe: Wochenschau Wissenschaft.
Neuerscheinung: Zum Verhältnis zwischen Recht und Pflicht in der Gesellschaft – im Anschluss an „Caritas in veritate“
Axel Bernd Kunze: Das rechte Verhältnis zwischen Recht und Pflicht in der Gesellschaft. Impulse aus der Sozialenzyklika „Caritas in veritate“ von Papst Benedikt XVI., in:
Der Fels. Katholisches Wort in die Zeit 55 (2024), Heft 11 v. November, S. 318 – 323.
Buchvorstellung: Die pädagogische Wende
Am Mittwoch, dem 30. Oktober 2024, stellt Prof. Dr. phil. Ralf Lankau sein neues Buch vor:
Die pädagogische Wende
Über die notwendige Besinnung auf das Erziehen und Unterrichten
Buchvorstellung, Vortrag und Diskussion
Die Ergebnisse der jüngsten Pisa-Studie sind für das deutsche Bildungssystem, vor allem aber für die Zukunft junger Menschen, verheerend. Negativrekorde sind eine stabile Tendenz aller Leistungsvergleiche seit 2012. Daher müssen wir in einem gemeinsamen Akt der Besinnung auf die Bedeutung von Schule und Unterricht wieder den Menschen als Lernenden und Lehrenden in den Mittelpunkt von Bildungsprozessen stellen. Wir brauchen einen Humanpakt Bildung statt der einseitigen Fixierung auf Digitaltechnik.
Prof. Dr. Ralf Lankau, Fakultät Medien, HS Offenburg
Inhaltsverzeichnis: Lankau: Die Pädagogische_Wende
Link zum Beltz-Verlag:
Die pädagogische Wende. Über die notwendige (Rück-)Besinnung auf das Unterrichten
Termin und Ort:
Mittwoch, 30. Oktober 2024, Offenburg
KiK Offenburg, Weingartenstr. 34c, D.77654 Offenburg. 20.00 Uhr
Neuerscheinung: Bildungssprache Deutsch
Jährlich im Herbst trifft sich der Wissenschaftliche Beirat des Deutschen Philologenverbandes, zwei Jahre später werden die Tagungen in der Reihe Gymnasium – Bildung – Gesellschaft dokumentiert. Der neueste Band beschäftigt sich mit der Bildungssprache Deutsch im schulischen Kontext. Aus der Verlagsankündigung:
Susanne Lin-Klitzing / David Di Fuccia / Thomas Gaube / (Hrsg.)
Die Bedeutung der Bildungssprache Deutsch in der Schule
Demokratie braucht Sprache. Sprache braucht Bildung.
Die Förderung der Bildungssprache Deutsch kann auch fruchtbar gemacht werden für die schulische Arbeit in allen anderen Fächern sowie für Querschnittsaufgaben wie die Demokratiebildung.
2019 erklärte die Kultusministerkonferenz die Förderung der Bildungssprache Deutsch zu ihrem Thema. Und gleichwohl führt die explizite Berücksichtigung der Bildungssprache Deutsch in der Lehrkräfteaus- und -fortbildung immer noch ein Schattendasein angesichts ihrer postulierten Bedeutung.
In drei Kapiteln setzen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kultuspolitik und Schule mit der Definition und der Bedeutung der Bildungssprache Deutsch, mit verschiedenen Praktiken und Formen der Bildungssprache, mit der Rolle der Lehrkräfte als „bildungsprachliche Modelle“ für ihre Schülerinnen und Schüler, mit dem Bildungsspracherwerb als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit sowie mit konkreten Förderinstrumenten auseinander.
Gymnasium – Bildung – Gesellschaft,
herausgegeben von Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia und Thomas Gaube
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Philologenverband (DPhV)