Aus der Schulpraxis: Aus einem Grußwort im Neujahrsgottesdienst

„Prüft alles und behaltet das Gute“ – die diesjährige Jahreslosung aus dem ersten Thessalonicherbrief kann auch als pädagogische Maxime gelten. Sie werden in diesem Jahr – hoffe ich – viel Neues lernen und erfahren. Prüfen Sie das Gelernte. Nehmen Sie dazu Stellung. Entwickeln Sie daraus Ihre Vorstellung von Bildung, Erziehung und Betreuung. Entwickeln Sie auf Basis des Gelernten und Ihrer eigenen Erfahrungen und Gedanken, Ihrer Interessen und Ihrer Motivation Ihre eigenständige Erzieherpersönlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Erfolg für die Aufgaben und Herausforderungen dieses Jahres – eines Jahres, das Sie ihrem Ausbildungsabschluss und Ihrem angestrebten Beruf wieder ein Stück näher bringt.

Denen von Ihnen, die in diesem Jahr Ihre Abschlussprüfung anstreben, wünsche ich dafür in besonderer Weise alles Gute, Erfolg und Gottes Segen.

Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, wünsche ich alles Gute, Kraft, Freude und Gottes Segen für die pädagogische Arbeit in diesem neuen Jahr.

„Prüft alles und behaltet das Gute“. Nehmen wir dieses Wort mit hinein in das neue Jahr, das vor uns als Schulgemeinde liegt. In diesem Sinne Ihnen allen und Ihren Angehörigen ein gutes, ein fruchtbares, ein von Gott gesegnetes Jahr 2025.

Rezension: „Hölle der Abstraktionen“

Die Kategorie der „Homosexualität“ taugt nicht zur Klassifikation von Menschen. Nicht was, sondern wer ein Mensch ist, ist dem Autor Norbert Reck zufolge entscheidend.

Die Rezension des neuen Buches von Norbert Reck „Kein anderes Ufer. Die Erfindung der Homosexualität und ihre Folgen. Anstoß zu einer notwendigen Debatte“ (Ostfildern: Matthias Grünewald 2024, 171 Seiten) in der „Tagespost“ ist jetzt auch online verfügbar:

https://www.die-tagespost.de/kultur/literatur/hoelle-der-abstraktionen-art-258175

Zwischenruf: Verfassungs- und staatsloyal, nicht regierungstreu

Der Siegener Rechtswissenschaftler Gerd Morgenthaler warnt in einem aktuellen Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vor Einschüchterungsversuchen gegenüber Beamten und Wissenschaftlern. Und er sieht Veränderungen, die überkommene Prinzipien des freiheitlichen Verfassungsstaates aushöhlten und damit Kontrollmechanismen zerstörten. Denn der unabhängige Beamte sollte innerhalb der Exekutive vornehmlich verfassungs- und staatsloyal agieren und erst in zweiter Linie die Regierungslinie stützen. Das heißt dann auch: Der Beamte soll die Rechte des Souveräns wahren und unparteiisch entscheiden.

https:/www.nzz.ch/international/hausdurchsuchung-wegen-lappalien-juraprofessor-warnt-vor-einschuechterung-ld.1860775

„Wie weit sind wir denn inzwischen gekommen?“, fragt der Kollege im Interview im Blick auf die „Cancel Culture“ der Coronajahre. Zur Wahrheit gehört allerdings, dass der Kollege, früher Mitglied im Vorstand des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit, selber daran beteiligt war, mit dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes den Vertreter eines wissenschaftspolitischen Spitzenverbandes, der an den moralischen Herausforderungen der Coronapolitik gescheitert ist, mit einem Freiheitspreis auszuzeichnen. Die Forderung nach einer Aufarbeitung der Coronapolitik bleibt eine wichtige politische Aufgabe, die uns auch im neuen Jahr begleiten wird.

Glück auf zum neuen Jahr

Ein frohes und herzliches Glück auf zum neuen Jahr!

Von Herzen alles Gute, Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr. Wir werden Weisheit und Klugheit, Mut und Verantwortung, Freiheitsbewusstsein und Nüchternheit brauchen, die Herausforderungen dieses neuen Jahres zu bestehen. Vielleicht ist Selberdenken in Zeiten wie den unsrigen das probate Mittel, das wir uns wünschen sollten – und so mag Odo Marquard möglicherweise einen Akzent am Beginn dieses Jahres setzen:
„Denn zu nichts braucht man heute mehr Mut als zur Wahrnehmung des Positiven. Und damit erweist sich der Bürger auch als der letzte Träger der Aufklärung, der das ‚sapere aude‘ in eine Lebenspraxis der Freiheit umsetzt. Kants Mut zum Selberdenken konkretisiert sich heute als Mut zur Bürgerlichkeit. So hat Odo Marquard den Begriff Zivilcourage übersetzt. Es gibt noch Ritterlichkeit, auch wenn es keine Ritter mehr gibt. Und es gibt noch Bürgerlichkeit, auch wenn es keine bürgerliche Gesellschaft mehr geben sollte.“ [Norbert EBolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht, München 2010, S. 136.]