Welche Lehren werden wir pädagogisch aus der Coronakrise ziehen?

Wird die derzeitige Krise, die zum notfallmäßigen „Home schooling“ zwingt, eine Digitalisierungseuphorie befördern oder am Ende doch eine rasche digitale Ernüchterung nach sich ziehen – vielleicht schneller als seinerzeit bei den Sprachlaboren und beim Programmierten Lernen? Das ist gegenwärtig noch nicht ausgemacht. Lernen mit digitalen Medien ist noch keineswegs Bildung. Jetzt mögen schnelle und wirksame Krisenhelfer via Internet gefragt sein. Für Bildungserlebnisse braucht es dauerhaft aber kein lernpraktisches Toastbrot, sondern pädagogisches Schwarzbrot.

„Krisenzeiten sind Zeiten, in denen interessierte Kreise gerne versuchen, aus der Not Profit zu schlagen. Dieser Profit kann materieller oder ideologischer Natur sein. Im Falle der Corona-Krise gerieren sich die bekannten Befürworter der „Digitalisierung von Bildung“ als solche ideologischen und materiellen Krisengewinnler. Nun scheint endlich bewiesen, wie dringlich die Umstellung von Schule und Hochschule auf digital gestütztes Lehren und Lernen sei. Und seitens der Politik entblödet man sich nicht, dies auch noch zu forcieren.“

Zum Weiterlesen:

Jochen Krautz: Zur Erinnerung: Bildendes Lernen braucht Schule und Unterricht. Warum digitales Lernen auch in Krisenzeiten nur ein Notstopfen bleibt, in: https://bildung-wissen.eu/fachbeitraege/zur-erinnerung-bildendes-lernen-braucht-schule-und-unterricht.html (2. April 2020).

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