Als Erstunterzeichner weise ich auf das Manifest für Arzneimittelsicherheit „mRNA-Moratorium JETZT!“ von MWM – Menschliche Wissenschaft und Medizin hin. Wer das Manifest mitzeichnen möchte, kann dies digital tun: https://www.mwm-proof.com/
Neuerscheinung: Zwanzig Jahre Kindheitspädagogik in Deutschland
2024 war es zwanzig Jahre her, dass in Deutschland eigenständige Studiengänge für Kindheitspädagogik entstanden. Aus Anlass dieses Jubiläums nimmt sich die Zeitschrift „Katholische Bildung“ des Themas an. Der Sozialethiker und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze nimmt eine Standortbestimmung der noch jungen Disziplin vor:
Axel Bernd Kunze: Zwischen Sozialpädagogik und Elementarbildung – Bildungsethische Gedanken anlässlich zweier Jahrzehnte akademischer Kindheitspädagogik, in: Katholische Bildung 126 (2025, Heft 9/10 (September/Oktober), S. 221 – 232.
„Katholische Bildung“ ist die Verbandszeitschrift des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen e. V. (VkdL).
Auf fremden Seiten: Menschenwürde und Lebensrecht
„Die Verfassungsrichter-Kandidatin Brosius-Gersdorf ist gescheitert, die Begriffsverwirrung um den Menschenwürde-Begriff hält trotzdem an. In diesem Streit geht es nicht nur um das ungeborene Leben – sondern um unseren Wesenskern.“
Der Theologe Jan Dochhorn nimmt in einem Beitrag für das Onlinemagazin „Publico“ zur Diskussion um die gescheiterte Kandidatur der Juristin Frauke Brosius-Gersdorf für ein Richteramt am Bundesverfassungsgericht. Dabei geht es ihm um den Menschenwürdebegriff, der metaphysischer Grundlegung bedürfe, und die Notwendigkeit, zwischen Menschenwürde und Lebensrecht zu differenzieren.
In memoriam: Altrektor Prälat Prof. Dr. Hierold +
Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg trauert um ihren verstorbenen Altrektor,
Hochwürdigsten Herrn Prälaten Professor Dr. Alfred Egid Hierold,
der am 3. September 2025 im Alter von dreiundachtzig Jahren verstorben ist. Er war von 1992 bis 2000 Rektor der Bamberger Universität gewesen.
Der Verstorbene war auch als Stiftungsfestredner für die örtliche Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg tätig gewesen. Seine Verbundenheit mit ihr zeigte er im vergangenen Jahr durch seine Teilnahme als Ehrengast an der Einweihung und Segnung des frisch renovierten Alemannenhauses.
Die Universität würdigt den Verstorbenen in einem Nachruf auf ihren Internetseiten:
https://blog.uni-bamberg.de/menschen/2025/nachruf-hierold/
R. I. P.
Verein Selige Märtyrer von Dachau: Neue Seligsprechungen
Dachau (01.09.2025). Fünf weitere ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau werden am Samstag, dem 13. Dezember 2025, seliggesprochen. Sie gehören zu einer Gruppe von 50 Franzosen, die 1944 und 1945 als Opfer des Nationalsozialismus das Martyrium erlitten. Kardinal Jean-Claude Hollerich vertritt Papst Leo XIV. bei der Zeremonie in der Kathedrale Notre-Dame de Paris. Victor Dillard, Pierre de Porcaro, Henri Euzenat, René Boitier und Jean Bernier und die anderen hatten im Zweiten Weltkrieg verbotene Seelsorge für Landsleute betrieben, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden waren. Zwei starben in Dachau. Zwei weitere erlebten noch die Befreiung, erlagen aber kurz darauf den Folgen der unmenschlichen Haftbedingungen. Einer wurde aus Dachau ins KZ Mauthausen verlegt und dort im Außenlager Gusen getötet. Ab dem 13. Dezember wird damit 62 Selige Märtyrer von Dachau geben.
Quelle: Pressemitteilung des Vereins Selige Märtyrer von Dachau e. V.
https://www.selige-kzdachau.de/index.php/neuigkeiten/2025/5-neue-selige-aus-frankreich
Rezension: Gefängnisseelsorge
Gefängnis. Soziale und theologische Aspekte – lautet das neue Themenheft der internationalen Fachzeitschrift CONCILIUM vom Juli 2025. Darin rezensiert Axel Bernd Kunze zwei Titel zur Gefängnisseelsorge:
Axel Bernd Kunze (Rez.): Freiraum im Gefängnis, in: Concilium 61 (2025), H. 3, S. 325 – 329.
Rezension zu:
- Frank Stüfen: Freiheit im Vollzug: Heiligungs- und befreiungsorientierte Seelsorge im Gefängnis, Zürich: Theologischer Verlag 2020.
- Katharina Scholl: Kontrolle und Subversion. Raum für Seelsorge im Gefängnis (Praktische Theologie heute; 197), Stuttgart: W. Kohlhammer 2024.
Zwischenruf: Zehn Jahre nach „Wir schaffen das“
„Wir schaffen das.“ Der Zustand unseres Landes zehn Jahre später ist ernüchternd. Anders als Erzbischof Heße in der Hildesheimer Kirchenzeitung (Nr. 16/2025, S. 38 f.) meint, ist der Satz nicht „zukunftsgerichtet“, sondern Ausdruck einer unpolitischen Haltung. Zum einen: Statt über unterschiedliche Positionen im Umgang mit Migration zu diskutieren, werden die Differenzen moralisierend abgewiesen. Aktion ersetzt das politische Urteil. Wer nicht aktivistisch mitmacht, wird aus dem öffentlichen Diskurs kommunikativ ausgeschlossen. Wollen wir „das“, was immer damit genau gemeint ist, überhaupt? Ist dieses „Das“ überhaupt im Interesse unseres Zusammenlebens? Merkels Entscheidungen in der Migrationspolitik entzogen sich der parlamentarischen Legitimation. Zum anderen: Der Satz verweigert jegliche Bereitschaft zur politischen Gestaltung. Eine populistische Parole ersetzt das tiefere Nachdenken über die Grundlagen des Staates und über das, was es braucht, diese zu erhalten. Wer ist mit diesem „Wir“ gemeint? Wohl nicht eine Politik, die sich um die notwendigen Ressourcen für die Erhaltung unseres Zusammenlebens sorgen sollte. Die Probleme eines überforderten Bildungsproblems oder eines strukturell überlasteten Sozialstaates, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind überdeutlich, werden aber verdrängt – auch von Erzbischof Heße.
Neuerscheinung: Gottesdienstmodell zum Erntedankfest
Axel Bernd Kunze: Herz des Evangeliums [Lesejahr C. Erntedank], in: WortGottesFeiern an allen Sonn- und Feiertagen 22 (2025), H. 5, S. 859 – 873.
Das Erntedankfest wird im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz in der Regel am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Es kann in Gemeinden aber auch Ende September oder, wo die Ernte noch nicht abgeschossen ist, an einem der folgenden Sonntage begangen werden. Zum Brauchtum dieses Tages gehören Erntedankprozessionen, das Schmücken der Kirche mit einer großen Erntekrone, Erntedankteppiche aus Feldfrüchten und Getreide vor dem Altar und die Segnung der Erntegaben. In schlichter Form können Brot und Weintrauben auf oder vor dem Altar stehen. Im sonntäglichen Gottesdienst an diesem Tag sagt die Gemeinde Gott als dem Schöpfer aller Gaben Dank für die Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit des Jahres, das sich herbstlich dem Ende zuneigt. Da das Erleben des Erntedankfestes in vielen Kindergärten ein zentrales Element im Jahreskreis darstellt, werden vielfach die Kinder in die Gestaltung des Erntedankgottesdienstes einbezogen. Wo das Erntedankfest gefeiert wird, werden die liturgischen Texte nicht vom jeweiligen Sonntag genommen, sondern passend zum Erntedank ausgewählt.
Gebet zum Erntedankfest:
Lasset uns beten. – Gott, unser Schöpfer, du gibst uns Nahrung, wie es recht ist. Du segnest unsere Arbeit und unser Tun. Darauf dürfen wir vertrauen. Wir danken dir heute für die Früchte dieses Jahres, für alles, was wir mit deiner Hilfe durch unsere Arbeit geschaffen haben. Segne die Ernte dieses Jahres, segne das, was uns gelungen ist. Nimm aber auch das an, was unvollendet geblieben ist, und wandle es in Segen. Darum bitten wir durch deinen Sohn, Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist uns Leben schenkt heute und bis in Ewigkeit. Amen.
Rezension: Psychoanalyse in Selbstdarstellungen
Ein Gruß zum Schuljahresende
„Geschafft!“, werden vielleicht viele von Ihnen sagen, zumal nach den mitunter doch sehr heißen Tagen in diesem Frühsommer: Geschafft – ein weiteres Schuljahr, ein weiteres Ausbildungsjahr. Jetzt dürfen wir loslassen, ausruhen, neue Kraft schöpfen, die Zeit einmal anders nützen als mit Klassenarbeiten und Korrekturen, Arbeitsblättern und Arbeitsaufträgen, Gruppenarbeiten und pädagogischen Konzepten … Wir dürfen aber auch in aller Gelassenheit all das loslassen, was uns vielleicht in diesem Schuljahr nicht geglückt ist, wo wir uns selbst oder anderen gegenüber etwas schuldig geblieben sind – damit wir wieder frei werden für die nächsten Schritte, die auf uns warten. Das Gelungene, aber auch das Unvollendete dieses Schuljahres dürfen wir am Ende dieses Gottesdienstes getrost unter den Segen Gottes stellen.
Ich wünsche allen – Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen – und Ihren Angehörigen gute, erholsame, ja, gesegnete Sommerferien, damit wir alle das neue Schuljahr mit neuem Elan und neuer Kraft starten können.
(aus einem Schulleitungsgrußwort zum Schuljahresende 2024/25)
