Rezension: Menschenrechte – Einführung mit Dokumenten

2018 jährt sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum siebzigsten Mal: „Menschenrechte werden nicht mehr als exklusive Angelegenheit nationaler Staaten erachtet, sondern als Aufgabe der Völkergemeinschaft in Form der Vereinten Nationen“ (S. 58). Der Aufbau eines internationalen Menschenrechtsregimes hat nach Ende des Ost-West-Gegensatzes noch einmal deutlich an Dynamik gewonnen. Bis heute setzt sich der Ausbau der Menschenrechte fort. Der Magdeburger Menschenrechtspädagoge K. Peter Fritzsche hat vor diesem Hintergrund sein bekanntes Lehrbuch zu den Menschenrechten in dritter Auflage aktualisiert und an neuere Entwicklungen im Menschenrechtsschutz angepasst.

Eine Besprechung der Neuauflage des Lehrbuchs aus der Feder von Axel Bernd Kunze finden Sie im Onlineportal Socialnet:

https://www.socialnet.de/rezensionen/22389.php

Karl Peter Fritzsche: Menschenrechte. Eine Einführung mit Dokumenten, Stuttgart 2016, 3., erweiterte und aktualisierte Auflage, 410 Seiten. ISBN 978-3-8252-4487-3.

Neuerscheinung: Vielfalt als Normalfall?

Vielfalt als Normalfall?, fragt Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe 12.2017 (66. Jahrgang, S. 457 – 463) von SOZIALE ARBEIT. Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete. Seine Antwort: Inklusion – so der Untertitel des Beitrags – sei als interpretierendes Prinzip zu verstehen. Der Beitrag wurde in einer Double-Blind Peer Review begutachtet. Die Zeitschrift erscheint im Eigenverlag des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

Axel Bernd Kunze plädiert in seinem Aufsatz für eine Auffassung von Inklusion als interpretierendes Prinzip und nicht als Ideologie des Egalitarismus. Nur wenn sich Maßnahmen zur Inklusion an individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen orientieren, kann soziale Teilhabe gelingen. Der Autor beschreibt die Voraussetzungen für eine „Inklusion mit Augenmaß“. [Ankündigung der Redaktion]

Neuerscheinungen online bestellen – Vorankündigung

NEUERSCHEINUNGEN:

Unter der Seite NEUERSCHEINUNGEN können Sie sich über aktuelle Buchpublikationen des Verfassers informieren:

https://bildungsethik.wordpress.com/7-neuerscheinungen/

Dort finden Sie auch Hinweise, wie Sie die Bücher bei Interesse online bestellen können.

VORANKÜNDIGUNG:

Ende des Jahres soll folgender Titel erscheinen:

Axel Bernd Kunze: Bildung in der Demokratie. Warum pädagogischer Eigensinn und Freiheit unverzichtbar sind.

Weitere Informationen zum Erscheinungstermin erhalten Sie in Kürze hier auf diesem Weblog.

Neuerscheinung: Überlegungen zum rechten Maß in der bildungsethischen Debatte

„Kunze plädiert demgegenüber für eine bildungsethische Reflexion bildungsbezogener sozialer Praktiken mit einem ‚rechten Maß‘, insofern als verschiedene Leitprinzipien, z. B. faire Chancen-, Bedürfnis-, Befähigungs- oder Leistungsgerechtigkeit, reflektiert und so miteinander verbunden werden sollten, dass dem einzelnen Menschen faire Chancen zur Bildung gesichert, ihm gleichzeitig aber auch denkbar weite Spielräume eröffnet werden sollen, diese zur Bildung in Freiheit selbsttätig zu nutzen und auszufüllen. Zu dieser Freiheit zu befähigen, bliebe die vorrangige Aufgabe jeder Schule, auch und gerade die des Gymnasiums.“ (Susanne Lin-Klitzing, Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium, Bad Heilbrunn 2017, S. 14).

Axel Bernd Kunze: Bildungsgerechtigkeit als Beteiligungsgerechtigkeit. Überlegungen zum rechten Maß in der bildungsethischen Debatte, in: Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia, Thomas Gaube (Hgg.): Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium (Gymnasium – Bildung – Gesellschaft), Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017, S. 58 – 77.

Neuerscheinung: Religion und Religionsunterricht heute und morgen

„Religion und Religionsunterricht heute und morgen“ lautet das Titelthema des aktuellen Rundbriefes, der Zeitschrift des Verbandes der Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. Der Themenschwerpunkt (Heft 2/2017) enthält folgende Beiträge:

a) Religion als Kitt, der die deutsche Gesellschaft zusammenhält? Gedanken zu de Maizières Zehn-Punkte-Plan (Katrin Handschuh und Gerhard-Peter Handschuh)

b) Religionspolitik in Baden-Württemberg. Überlegungen zur Zukunft von Schule und Religionsunterricht in Baden-Württemberg (Axel Bernd Kunze)

c) Katholischer Religionsunterricht in der Schule von heute und morgen (Ute Augustyniak-Dürr)

 

Vorankündigung: Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium

Im Oktober erscheint in der Reihe „Gymnasium – Bildung – Gesellschaft“ ein neuer Titel, der sich mit der Rolle des Gymnasiums in der bildungsethischen Debatte beschäftigt:

Susanne Lin-Klitzing, David Di Fuccia und Thomas Gaube (Hgg.): Bildungsgerechtigkeit und Gymnasium (Verlag Julius Klinkhardt, 2017, 196 Seiten).

‚Bildungsgerechtigkeit – eine Illusion?‘ So betitelt Helmut Fend die Nachbetrachtung seiner LifE-Studie im vorliegenden Band; ‚Chancengerechtigkeit in der Bildung: Was ist wünschenswert? Was ist möglich?‘ fragt der Österreicher Hans Pechar. Und Axel Bernd Kunze pointiert ‚Bildungsgerechtigkeit als Beteiligungsgerechtigkeit‘ . Neben diesen grundlegenden Positionsbestimmungen und empirischen Analysen wird im vorliegenden Band vor allem die Frage ‚Wie ,bildungsgerecht´ ist das Gymnasium?‘ aus der Sicht der Philosophie, Erziehungswissenschaft, Hochschulforschung, pädagogischen Psychologie, Soziologie und Schulpraxis diskutiert. Die Herausforderung ist und bleibt dringlich.

Die Herausgeber:

Dr. Susanne Lin-Klitzing ist Professorin für die Pädagogik der Sekundarstufen an der Philipps-Universität Marburg. Dr. David Di Fuccia ist Professor für Didaktik der Chemie an der Universität Kassel. Thomas Gaube ist Schulleiter des Giebichenstein-Gymnasiums ‚Thomas Müntzer‘ in Halle an der Saale.

Kolumne: Freiheit braucht Institution

Freiheit braucht Institution –

… so lautet die aktuelle sozialethische Kolumne in der Samstagsausgabe der „Tagespost“  vom 16. September 2017.

„Menschenrechtliche Freiheit gründet auf einer staatlich befriedeten Ordnung. Ein fahrlässiger Umgang mit den Institutionen unseres Gemeinwesens gefährdet das verlässliche Zusammenleben und führt am Ende zu einem Verlust an Humanität.“  – ist Axel Bernd Kunze überzeugt. Der Verfasser, Sozialethiker und Pädagoge, ist als Schulleiter tätig. Er lehrt an Hochschulen in München und Heilbronn Ethik Sozialer Arbeit und schreibt regelmäßig als Kolumnist für die „Tagespost“.

Die Kolumne in der Onlineausgabe der „Tagespost“:

http://www.die-tagespost.de/politik/Kolumne-Freiheit-braucht-Institution;art314,181710

oder auf den Seiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle:

http://www.ksz.de/aktuelle_nachrichten.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=505&cHash=e0c8f486ffadde046b365eecb6f91e59

Rezension: Menschenrecht Inklusion

Zehn Jahre ist die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen inzwischen alt. Nicht zuletzt mit der starken Forcierung eines inklusionsorientierten Menschenrechtsverständnisses hat diese neue Akzente gesetzt. Eine Tagung an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum hat eine erste Bilanz gezogen und gefragt, welche Auswirkungen damit für die einzelnen sozialen Dienste verbunden sind. Der Tagungsband ist jetzt im Rezensionsportal Socialnet durch Axel Bernd Kunze besprochen worden:

Theresia Degener, Klaus Eberl, Sigrid Graumann, Olaf Maas, Gerhard K. Schäfer (Hg.):

Menschenrecht Inklusion. 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention –

Bestandsaufnahme und Perspektiven zur Umsetzung in sozialen Diensten und diakonischen Handlungsfeldern

(Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2016, 379 Seiten).

Die Rezension finden Sie hier:

www.socialnet.de/rezensionen/22093.php

Jetzt online: Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?

Sind Bildungsfragen Gesellschaftsfragen?

… fragt Axel Bernd Kunze in Heft 417 der Reihe „Kirche und Gesellschaft“. Seine Überlegungen zur demokratiepädagogischen Bedeutung eines Rechts auf Bildung sind jetzt auch online auf den Seiten der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle in Mönchengladbach zugänglich.

Zum Inhalt:

  • Neuer sozialethischer Bildungskurs
  • Zwei Lesarten einer Formel
  • Demokratie als pädagogische Aufgabe
  • Demokratie als Bildungsaufgabe
  • Erziehung zur Demokratie
  • Absicherung sozialer Teilhabe durch ein Recht auf Bildung

http://www.ksz.de/194.html

Über den Link besteht auch die Möglichkeit, das Heft in gedruckter Form zu bestellen.

Der Verfasser, beruflich als Schulleiter tätig, ist Privatdozent für Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Rezension: Menschenrechtsbasierte Bildung

„An dieser Stelle ist hinter den vorliegenden Band dann aber auch ein Fragezeichen zu setzen. Denn viele Beiträge verzichten darauf, inklusions-, diversity- oder demokratieorientierte Konzepte pädagogich zu rekontextualisieren. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass die genannten Themen, die zunächst einmal pädagogisch fremder Herkunft sind, übergriffig werden. Der pädagogische Gehalt der genannten Konzepte müsste explizit hergeleitet werden; nur dann ließe sich auch die Frage nach ihrer pädagogischen Realisierbarkeit angemessen beantworten.“

Das Zitat ist einer Rezension im Onlineportal Social.net zu einer Festschrift entnommen, die Bildung vorrangig aus menschenrechtlicher Perspektive denken will, und zwar als inklusive oder demokratische Bildung:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Robert Kruschel (Hg.): Menschenrechtsbasierte Bildung. Inklusive und Demokratische Lern- und Erfahrungswelten im Fokus, Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt 2017, 320 Seiten.

Die Rezension findet sich unter folgendem Link:

www.socialnet.de/rezensionen/22361.php