Festschrift: 50 Jahre Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte

Kurz vor Weihnachten ist die neue Ausgabe 4/2024 des STUDENTEN-KURIERS erschienen. Die Zeitschrift für Studentengeschichte, Hochschulen und Korporationen berichtet u. a. über das fünfzigjährige Jubiläum der Herausgeberin, der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, das im November in Würzburg gefeiert wurde.

Zugleich mit dem Studenten-Kurier wurde die Festschrift, die anlässlich des Goldenen Jubiläums von Matthias Asche im Auftrag des Vorstands der Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Studentengeschichte herasugegeben wurde, versandt.

Als Mitglied im Beirat gratuliere ich zum fünfzigjährigen Jubiläum der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte und wünsche weiterhin eine erfolgreiche Arbeit: Ad multos annos!

Weitere Informationen über die Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte finden Sie hier:

Rezension: Comment-iert!

Axel Bernd Kunze kommentiert in den aktuellen Burschenschaftlichen Blättern, die sich im Thementeil mit der gegenwärtigen Krise des Parteiensystems beschäftigen, eine Neuerscheinung des Studentenhistorikers Bernhard Grün:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Mit Band & Mütze, Stil und Profil. Ein akademisches Lesevergnügen rund um den couleurstudentischen Comment, in: Burschenschaftliche Blätter 139 (2024), H. 4, S. 178 f.

Rezension zu: Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen, Bad Buchau 2024, 248 Seiten, 19,80 Euro.

Zwischenruf: Netzwerk Wissenschaftsfreiheit kritisiert dbv-Satzungsänderung – aber nur halbherzig

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit e. V. sieht in einer Stellungnahme vom 18. Dezember 2024 die Wissenschaftsfreiheit durch eine Satzungsänderung des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) gefährdet. Diese verpflichtet Mitgliedsbibliotheken auf einen aktiven Einsatz für Vielfalt, Integration und Antidiskriminierung.

https://www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de/wp-content/uploads/2024/12/20241218_Stellungnahme_dbv.html

Die Stellungnahme des Netzwerkes bleibt allerdings einseitig und weich. Zum einen wird nur darauf abgehoben, dass der dbv einseitig Politik im Sinne der Partei Bündnis 90/Die Grünen mache. Doch die Ergänzung der Satzung betrifft im Kern alle Bundestagsparteien von schwarz bis rot. Verwunderlich ist die Beschränkung der Kritik auf eine zu große Nähe zu grüner Politik allerdings nicht, da das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, wiewohl es satzungsgemäß parteipolitisch neutral sein, eine Nähe zur CDU/FDP zeigt. Ein Gründungsmitglied und die Vorsitzende selbst sind etwa Akteure der Denkfabrik R21 in Berlin, die sich als Denkfabrik christdemokratischer und liberaler Ideen versteht.

Zum anderen wird am Ende lediglich eine Klarstellung vonseiten des dbv gefordert, keine Rücknahme der Satzungsänderung. Hier zeigt sich die alte Angst, nicht ins falsche Fahrwasser zu geraten. Aber so kämpft man nur mit angezogener Handbremse. Die Satzungsänderung in der vorliegenden Form bleibt ein probates Mittel, missliebige Mitglieder zu kujonieren. Die Stellungnahme eines amtierenden Vorstands kann keine Satzungsänderung neutralisieren.

PS: Wer sich für bibliotheksethische Fragen weiter interessiert, dem sei der folgende Aufsatz empfohlen:

Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaft am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung, in: Klaus Buchenau/Matthias Fechner (Hgg.): Die Verlorene Wissenschaft. Versuch einer Katharsis nach Corona, Stuttgart 2024, S. 289 – 307.

https://www.academia.edu/119231488/Erkl%C3%A4rung_oder_Boykottaufruf_Zur_Rolle_von_Fachgesellschaften_am_Beispiel_des_Streits_um_die_Neue_Ordnung.

Jubiläum: 200 Jahre Pädagogik an der Universität Münster

Das Institut für Erziehungswissenschaft an der vormaligen Westfälischen Wilhelms-Universität Münster feiert sein zweihundertjähriges Jubiläum. Es zählt zu den bundesweit größten seiner Art mit derzeit sechsundzwanzig Professuren und dreiundzwanzig Arbeitsgruppen. Gegründet wurde es 1824 als Philosophisch-pädagogisches Seminar. Schon der Namenswechsel von Pädagogik zu Erziehungswissenschaft macht deutlich, welche Veränderungen das disziplinäre Selbstverständnis in dieser Zeit genommen hat. Andreas Oberdorf, Patrick Gollub und Tim Zumhof haben aus diesem Anlass im Münsteraner Verlag Aschendorff eine Festschrift mit dem Titel „Pädagogik und Erziehungswissenschaft an der Universität Münster“ herausgegeben.

Ad multos annos!

Neuerscheinung: Bonifatius gegen Gustav Adolf

Axel Bernd Kunze rezensiert in der aktuellen Ausgabe der Akademischen Monatsblätter (136. Jg., Heft 9, S. 278 f.) den neuesten Band des Hildesheimer Jubelpriesters, Publizisten und ehemaligen Kirchenzeitungsredakteurs Winfried Henze – unter dem Titel: Bonifatius gegen Gustav Adolf – oder: Reflexionen nach siebzig Priesterjahren.

Rezension: „Hölle der Abstraktionen“

Unter dieser Überschrift, die dem besprochenen Band entnommen ist, rezensiert der Sozialethiker und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Tagespost“ (28. November 2024, S. 35) in der Beilage „forum“ zum Thema christliche Literatur den neuen Band des Münchner Theologen, Übersetzers und Autors Norbert Reck:

Die Kategorie der „Homosexualität“ taugt nicht zur Klassifikation von Menschen. Nicht was, sondern wer ein Mensch ist, ist dem Autor Norbert Reck zufolge entscheidend.

Norbert Reck: Kein anderes Ufer. Die Erfindung der Homosexualität und ihre Folgen. Anstoß zu einer notwendigen Debatte, Ostfildern: Matthias Grünewald 2024, 171 Seiten.

Leserbrief: Hoch-, nicht in den Wind hängen

… sollten Verbindungen ihre Prunkfahnen – nicht anders herum, wie es auch Kirchenvertreter heute gern tun. So Axel Bernd Kunze in einem Leserbrief für die aktuelle Ausgabe von ACADEMIA (Jg. 117, H. 6, S. 61):

Zu: Thomas Gutmann: Arbeitswelt und Bürgergeist, in: ACADEMIA, Nr. 5/2024, S. 12 – 15.

Thomas Gutmann erwähnt in seinem Beitrag „Arbeitswelt und Bürgergeist“ (ACADEMIA 5/2024, S. 12 ff.) die Bad Harzburger Canossasäule. Deren Inschrift reagiert auf eine Rede Bismarcks im Reichstag am 14. Mai 1872. Fbr Winfried Henze (K.St.V. Winfridia zu Göttingen im KV), der im Sommer sein 70-jähriges Priesterjubiläum – noch immer im aktiven Dienst – sowie seinen 95. Geburtstag feiern konnte und früher Redakteur der Hildesheimer Kirchenzeitung war, erwähnt die Säule in seinem neuesten Band „Lob der Kalkleiste“ (Hildesheim 2024) in einem Kapitel über „antirömische Wallfahrtsorte in Deutschlands Norden“. Die Säule hat ein katholisches Gegenstück gefunden: 1880 erhielt die Kirche in Bündheim, heute ein Stadtteil von Bad Harzburg, das seltene Patronat des hl. Gregor VII. Es war der erste katholische Kirchenneubau der Region nach der Reformation. Henze schreibt in seinem Band: „Ach Freunde, was sinkt doch alles dahin im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte! Wieviel Zorn verraucht, wieviel Erinnerung wird schal! Gregor und Heinrich, Bismarck und Leo …“ Wir können heute mit Gelassenheit über das reden, was einst – so noch einmal Henze – „bitterernste Emotionen weckte“. Und doch gehören auch diese Erinnerungsorte zu unserer Geschichte. Denn etwas mehr Stolz auf die eigene Tradition und die eigene Identität täten unserem Land und seiner Kirche nicht schlecht. Gerade unsere Verbindungen sollten daher ihre Prunkfahnen hochhängen – und nicht in den Wind, wie es leider auch Kirchenvertreter heute tun. In diesem Sinne: Vielen Dank an Thomas Gutmann für seinen inspirierenden Beitrag.

Rezension: Comment-iert!

„Mit Band und Mütze, Stil und Profil – ein akademisches Lesevergnügen rund um den couleurstudentischen Comment“ – unter diesem Titel rezensiert Axel Bernd Kunze in der aktuellen Ausgabe der „Schwarzburg“, der Zeitschrift des Schwarzburgbundes (SB), den neuen Band des bekannten Studentenhistorikers Bernhard Grün:

Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen (Die Fuxenstunde & Der Comment), Bad Buchau: Federsee 2024, 248 Seiten, 19,80 Euro;

Rezension in: die schwarzburg 133 (2024), H. 2, S. 42 – 44.

Rezension: Verstehende Bildungsforschung

Axel Bernd Kunze rezensiert im Internetportal Socialnet den folgenden Band:

Christoph Schröder, Sarah Ganss, Clemens Klein, Ralf Koerrenz (Hrsg.): Verstehende Bildungsforschung. BeltzJuventa (Weinheim und Basel) 2023. 156 Seiten. ISBN 978-3-7799-7632-5. D: 26,00 EUR, A: 26,90 EUR.

https://www.socialnet.de/rezensionen/31430.php

Die Rezension wird am 18. November 2024 veröffentlicht.