Erklärung: Forschungsminister der G20-Staaten stärken nationale Wissenschaftssprachen

Die Forschungsminister der G20-Staaten, die am 18. und 19. September in Manaus/Brasilien zusammengekommen sind, haben überraschenderweise eine Abschlusserklärung verabschiedet, die zwei wichtige wissenschaftssprachpolitische Empfehlungen enthält: a) die Empfehlung „Ermutigung zur Verwendung von Muttersprachen in der Wissenschaft und Gewährleistung des Zugangs für Menschen mit Behinderungen“; b) die Empfehlung „Erleichterung der Verbreitung von Wissenschaft in allen Sprachen.“ Die Erklärung wurde gemeinsam von Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und den USA sowie der Afrikanischen und der Europäischen Union unterzeichnet. Deutschland war durch Frau Ministerin Stark-Watzinger vertreten. Die Erklärung finden Sie hier: https://www.g20.org/en/tracks/sherpa-track/research-and-innovation

Rezension: Lob der Kalkleiste

Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker bespricht auf seinen Internetseiten das neue Bändchen des bekannten Publizisten Winfried Henze, der im Sommer seinen fünfundneunzigsten Geburtstag und sein siebzigjähriges Priesterjubiläum feiern konnte:

Henze, Winfried, Lob der „Kalkleiste“ und allerlei zum Schmunzeln über ihre Träger. Dazu einiges, was einem beim Nachdenken über längst vergangene Zeiten so alles einfallen kann, mit Illustrationen von Claudia Gabriele Meinicke, Hildesheim 2024, 80 Seiten, ISBN 978-3-947066-95-7; 8,95 Euro.

Rezension: Ein akademisches Lesevergnügen …

… rund um den couleurstudentischen Comment. Rezensiert von Axel Bernd Kunze. Jetzt frisch erschienen in den Akademischen Monatsblättern vom Juli/August 2024 (S. 182 – 184):

Rezension zu: Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen, Bad Buchau 2024.

Rezension: Betreten eines Minenfeldes

Wolfgang Löhr rezensiert in den aktuellen Akademischen Monatsblättern des Kartellverbandes Katholischer Deutscher Studentenvereine vom Juli/August 2024 den ersten Band des neuen Jahrbuches Wissenschaftsfreiheit, das vom gleichnamigen Netzwerk herausgegeben wird:

Wolfang Löhr (Rez.): Betreten eines Minenfeldes. Wenn Debattenkultur unter weltanschaulichen Druck gerät, in: Akademische Monatsblätter (2024), H. Juli/August, S. 187 – 189.

Tagung: 100 Jahre Arbeitskreis der Studentenhistoriker

Der Arbeitskreis der Studentenhistoriker begeht sein hundertjähriges Bestehen mit einer wissenschaftlichen Konferenz vom 10. bis 13. Oktober 2024 in Heidelberg, zugleich 10. Europäische Studentenhistorikertagung – gehaltvoll, glanzvoll und doch voll typischer Heidelberger Studentenromantik. Die Studentengeschichte wird dabei als Teilgebiet der Universitäts- und Bildungsgeschichte im Fach Neue und Neueste Geschichte verstanden.

Weitere Informationen:

Rezension: Mit Band und Mütze, Stil und Profil

„Comment ist Ausdruck von Freiheit und Bekenntnis. Und es könnte in vielen Bereichen besser aussehen, wenn mehr Akademiker einen solchen Comment kennengelernt hätten. Bei alldem ist Comment schwer zu erklären, man wächst mit der Anzahl an Couleursemestern und vor allen an Lebenserfahrung hinein. Und doch: Grün gelingt es, auf anregende, humorvolle, augenzwinkernde, sich selbst nicht ernster als notwendig nehmende Art und Weise, aber zugleich mit angemessener Tiefe und auf hohem Niveau auszuloten, was Comment bedeutet – und was auch nicht. Hier schreibt ein Couleurstudent mit Herzblut und zeigt, welcher Gewinn es sein kann, den Weg in eine Korporation gefunden zu haben. Der Rezensent hat den persönlich gefärbten Band, der viel an individuellen Erfahrungen seines Autors offenbart, in einem Zug zu Ende gelesen, und dies mit wachsender Begeisterung.“

Auszug aus:

Axel Bernd Kunze: Mit Band und Mütze, Stil und Profil. Ein akademisches Lesevergnügen rund um den couleurstudentischen Comment, in: unitas 164 (2024), H. 3, S. 60 f.

Rezension zu:

Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen, Bad Buchau 2024.

In memoriam: Dr. Klaus Natzschka +

In memoriam

Dr. med. Klaus Natzschka ALE!

geboren am 24. Mai 1930 in Glauchau, verstorben am 11. Juli 2024 in Bamberg

Der Verstorbene war Bundesbruder, Ratgeber und Freund. In Erinerunng bleiben werden die Neujahrsempfänge, zu denen er seine lb. Alemannia in sein Haus auf dem Lerchenbühl einlud. Sein Lebensbund verdankt ihm wertvoll Unterstützung beim Werden und Wachsen am neuen Standort in Bamberg.

R. I. P.

Rezension: Stil und Profil

ACADEMIA, die Zeitschrift des Cartellverbands Katholischer Deutscher Studentenverbindungen (CV), kommentiert den neuen Band des bekannten Studentenhistorikers Bernhard Grün am Ende ihrer neuesten Ausgabe unter der Rubrik „Jedem Ende wohnt ein Zauber inne“:

Axel Bernd Kunze (Rez.): Stil und Profil. Der Comment lässt Dr. Bernhard Grün (Mm) nicht los. Gottseidank, in: ACADEMIA 117 (2024), H. 4, S. 62.

„Geht es am Anfang um coleurstudentische Rituale und Bräuche – von Bandtragen, Bummeln und Kneipen über Cerevis, Tönnchen und Wichs bis zum Zirkel – wird der Band am Ende immer politischer. Es geht nicht allein um ein Spiel mit bunten Bändern und Mützen. Es geht um akademische Sinnstiftung, um gelebte Orientierungswerte und lebenslange Freundschaft.“

Leserbrief: Geist zurück in die Flasche

„Verbum peto“ ist das Recht des freien Mannes, in Studentenverbindungen zum Glück noch gepflegt. „Verbum peto“ ist auch der Namen der Leserbriefrubrik in der ACADEMIA, der Zeitschrift des Cartellverbandes Katholischer Deutscher Studentenverbindungen (CV). Und dort hat man den kritischen Leserbrief zur Ehrung des ehemaligen Präsidenten des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Bernhard Kempen, Ehrenmitglied der K.D.St.V. Markomannia Würzburg, mit dem Positivpreis des Netzwerkes für Wissenschafts veröffentlicht – hier ein Auszug: „Es wäre gut gewesen, wenn der eigene Verband unter seiner Ägide auch 2021 und 2022 einer solchen Maxime gefolgt wäre. Die damaligen Auszeichnungen zum „Hochschullehrer des Jahres“ an den Virologen Christian Drosten sowie die Gründer von BioNTech haben sehr deutlich Partei die regierungsamtliche Linie einer freiheitsfeindlichen Coronapolitik gestützt. Zu den Grundrechtseingriffen, etwa in die körperliche Unversehrtheit, die Wissenschafts- oder Berufsausübungsfreiheit, von denen auch zahlreiche Wissenschaftler betroffen waren, hat der DHV hingegen geschwiegen. Kollegen mit abweichenden Meinungen wurden mit Nichtachtung bestraft oder ausgegrenzt. Für diese Verbandspolitik trägt Kempen als langjähriger Präsident eines hochschulpolitischen Spitzenverbandes maßgeblich die politische Verantwortung. Und so hinterlässt die Preisvergabe des Netzwerkes Wissenschaftsfreiheit mehr als einen schalen Nachgeschmack. Wer angesichts einer zunehmenden Polarisierung, Politisierung, Moralisierung und Emotionalisierung die Wissenschaftsfreiheit robust verteidigen will, sollte auf einem substantiellen Freiheitsverständnis bestehen und die Unteilbarkeit der Grundrechte verteidigen.“

Axel Bernd Kunze: Geist zurück in die Flasche, in: ACADEMIA 117 (2024), H. 4, S. 58.