Neuerscheinung: Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung

Axel Bernd Kunze: Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung. Überlegungen aus der Perspektive sozialpädagogischer Fachschulen, in: Thomas Böhme/Jens Dechow/Andreas Sander (Hgg.): Die Zukunft evangelischer Kitas gestalten. Impulse zum aktuellen Bildungsbericht „Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder“ (Evangelische Bildungsberichterstattung; 7), Münster (Westf.)/New York: Waxmann 2026, S. 207 – 224; auch als E-Book: doi: https://doi.org/10.31244/9783818850975.

Aus der Einleitung der Herausgeber:

Axel Bernd Kunze geht in seinem Beitrag „Erziehen als Beruf – zwischen Betreuung und Bildung. Überlegungen aus der Perspektive sozialpädagogischer Fachschulen“ auf den Fachkräftebedarf und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Er nimmt zunächst eine historische und bildungspolitische Verortung vor und verweist auf die Ambiguität gesellschaftlicher Anforderungen an die Institution der Kindertageseinrichtung, welche zwischen Bildungsanspruch und Versorgungsfunktion oszilliere. Es komme darauf an, frühkindliche Bildung alseigenständigen pädagogischen Auftrag zu begreifen und zu gestalten, in welchem bildungsorientierte Zugänge einerseits und sozialpädagogische Zugänge
andererseits zu verschränken seien. Damit stellen sich für evangelische Fachschulen komplexe Herausforderungen für das Berufsverständnis, die Ausbildungswege und die Berufszufriedenheit pädagogischer Fachkräfte, und in der Folge für deren Qualifikation, wie auch anhand vorliegender Daten zur Nachwuchs- und Ausbildungssituation gezeigt wird.

Die Folgen dieser Ausgangslage werden sowohl gesellschaftlich als auch in Bezug auf die Attraktivität des Berufs der Erzieherinnen reflektiert. Sehr konkret werden sodann Möglichkeiten aufgezeigt, die Ausbildungssituation den aktuellen Herausforderungen anzupassen. Auch wird die Schlüselrolle konfessioneller Ausbildungseinrichtungen in ihrer Ausrichtung herausgearbeitet, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch wertebezogene und religionspädagogische Kompetenzen an die Hand zu geben, die für eine gelingende Bildungspartnerschaft mit Familien zentral seien.

Freie Downloadmöglichkeit: https://www.waxmann.com/buecher/Die-Zukunft-evangelischer-Kitas-gestalten

Neuerscheinung: Kommentarband zum evangelischen Kindergartenbericht

Das Comenius-Institut in Münster ist von der Evangelischen Kirche in Deutschland mit der evangelischen Bildungsberichterstattung beauftragt worden. 2024 wurde der Bericht zu den evangelischen Tageseinrichtungen in Münster veröffentlicht. Jetzt liegt ein Kommentarband, basierend auf einer Tagung vom September 2024, hierzu vor, der als E-Book kostenfrei erhältlich ist:

Thomas Böhme, Jens Dechow, Andreas Sander (Hgg.): Die Zukunft evangelischer Kitas gestalten. Impulse zum aktuellen Bildungsbericht „Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder“ (Evangelische Bildungsberichterstattung; 7), Münster (Westf.), New York: Waxmann 2026

.doi: https://doi.org/10.31244/9783818850975

Aus der Verlagsankündigung:

Dieser Band dient der Einordnung und Interpretation der Daten, die im Rahmen des aktuellen Bildungsberichtes zu Evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder (2024) vorgelegt wurden. Verschiedene Grundperspektiven sind leitend, die sich in der Gliederung widerspiegeln: Evangelische Kitas in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft, im kirchlichen Kontext, Evangelische Träger und Trägerlandschaft sowie Entwicklungen und Bedarfe.

Die zwölf in diesem Band versammelten Beiträge unterbreiten ausgehend vom Bildungsbericht 2024 eine Reihe von Interpretationsangeboten. Sie sollen Verantwortungsträger darin unterstützen, die im Bildungsbericht dargestellten statistischen Daten der Kinder- und Jugendhilfestatistik auf verschiedene Handlungsfelder der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder zu beziehen. Zugleich soll damit eine für die Praxis relevante Perspektive auf die empirischen Daten des Bildungsberichts eröffnet und eine Einladung ausgesprochen werden, die Daten des Bildungsberichtes vor dem Hintergrund der jeweils eigenen Perspektiven und des jeweiligen Kontextes vertieft in den Blick zu nehmen.

Rezension: Zwischen Revolution und Rekonstitution

In POMMERN. Zeitschrift für Kultur und Geschichte ist eine Rezension zu Teilband 4/III von Bernhard Grüns großem Monumentalwerk zu den Kameradschaft des NSB-Studentenbundes und den Altherrenschaften im NS-Altherrenbund erschienen. Der Teilband behandelt den Bereich Nord:

Axel Bernd Kunze (Rezensent): Rezension zu: Bernhard Grün: Zwischen Revolution und Rekonstitution. Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höheren Fachschulen 1937 bis 1945. Teilband 4/III: Bereich NORD (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte; 4), Marl: Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e. V. 2025, in: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte (2026), H. 1, S. 47 f.

Buchhinweis: Abschlussband zum Projekt „Aufs Ganze gesehen“

Mit einem Fachtag unter dem Titel „Schule bewegen“ am 5. März 2026 ist das landeskirchlich finanzierte Projekt „Aufs Ganze gesehen“ des Evangelischen Schulwerks in Baden-Württemberg zu Ende gegangen. Ziel des Projekts war es, die evangelischen Schulen im Südwesten für einen verantwortlichen Umgang mit Digitalität im Kontext ihres christlichen Profils zu befähigen, und dies eingebettet in eine umfassende Schul- und Lernkultur – eben: aufs Ganze gesehen, nicht nur isoliert im Blick auf das aktuelle Thema KI. Vorgestellt wurde auf dem Fachtag der gleichnamige Abschlussband, der als E-Book kostenfrei erhältlich ist:

Thomas Narosy, Andrea Hermann, Gerd Bürkle: Schule bewegen. Dimensionen christlicher Schule in der Digitalität, Weinheim 2026.

https://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/produkte/details/58248-schule-bewegen.html

Aus der Verlagsankündigung:

Bildung ist im Wandel – und Schulen stehen im Zentrum dieser Transformation.
Dieses Buch zeigt, wie evangelische Schulen in Baden-Württemberg, ausgehend von der Digitalisierung, den Herausforderungen der Zeit begegnen – mutig, werteorientiert und zukunftsgerichtet.
Aus der Praxis eines groß angelegten Projekts heraus entfaltet Schule bewegen konkrete Impulse für Schulleitung, Lehrkräfte und Bildungsgestalter:innen: von einer neuen Lernkultur über Fragen der Haltung bis hin zu Strategien für Führung und Vernetzung: zum Nach- und Weiterdenken.
Es ist ein inspirierender Wegweiser für alle, die Schule nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen – als Ort der Begegnung, der Entfaltung und der Veränderung.

Tagung: Die „Bildungsgrätsche“

Sehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Mitglieder der GBW,

ich darf Sie noch einmal herzlich einladen zur GBW-Tagung

„Die Bildungs-Grätsche
Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung“
Fr. 17. – Sa. 18. April 2026
Universität Bonn

Flyer mit Programm und Anmeldemodalitäten unter: GBW-Tagung 2026: Die Bildungs-Grätsche : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V.

Bitte beachten Sie die Anmeldefrist!

Bitte leiten Sie die Ankündigung gerne in Ihren Kollegien, Verbänden, Netzwerken und Social-Media-Kanälen weiter. 

Mit Dank und besten Grüßen
Jochen Krautz
– Präsident GBW – 

Neuerscheinung: Kulturauftrag des Staates

Prof. Dr. Muxayo Isakova Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften Usbekistans und am Nationalarchiv Usbekistans, wirft in einem Band des Mönchengladbacher Vereins für interdisziplinäre Geisteswissenschaft e. V. einen Blick auf die historische Entwicklung, den aktuellen Stand und die künftigen Herausforderungen des usbekischen Archivsystems. Der Bildungsethiker und Erziehungswissenschaftler Axel Bernd Kunze nimmt einleitend den Kulturauftrag des Staates in den Blick. Vorangestellt ist dem Band ein Vorwort von Stadtarchivdirektor i. R. Dr. Wolfgang Löhr.

Axel Bernd Kunze: Kulturauftrag des Staates, in: Muxayo Isakova: Das Archivsystem Usbekistans, Mönchengladbach: Mönchengladbacher Verein für interdisziplinäre Geisteswissenschaft e. V. 2026, 23 Seiten.

Zwischenruf: 50 Jahre Index Theologicus

Der Index Theologicus der Universitätsbibliothek Tübingen, der fünfzig Jahre alt geworden ist, bleibt eine wichtige Datenbank zur Recherche theologischer Fachliteratur. Doch das Instrument ist durch Politisierung schwer beschädigt worden. Wenn die Münsteraner Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins dieses im Festakt als einen „Leuchtturm international vernetzter, solidarischer Wissenschaft“ (Katholisches Sonntagsblatt 8/2026, S. 7) würdigte, bleiben deutliche Fragen. Unter ihrem Vorsitz hat die sozialethische Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum zum Boykott der „Neuen Ordnung“ durch Bibliotheken aufgerufen. Die Auswertung im Index Theologicus wurde darauf hin beendet, obwohl über sechzig Wissenschaftler in einem Offenen Brief die renommierte Fachzeitschrift als unverzichtbar für die sozialethische Disziplin verteidigt hatten. Solidarität unter Wissenschaftlern sollte anders aussehen. Der Vorgang beschäftigte auch den Petitionsausschuss im Landtag, wurde vom Netzwerk Wissenschaftsfreiheit als Fall deutcher „Cancel Culture“ eingestuft und im internationalen Wissenschaftsportal Academia als Form von akademischer Zensur verurteilt. Bibliotheken müssen die Bandbreite einer Disziplin unvoreingenommen abbilden und dürfen missliebige Meinungen nicht unsichtbar machen. Dies widerspicht auch zentralen bibliotheksethischen Kodizes.

Zum Weiterlesen:

Axel Bernd Kunze: Erklärung oder Boykottaufruf? Zur Rolle von Fachgesellschaften am Beispiel des Streits um die Neue Ordnung, in: Klaus Buchenau/Matthias Fechner (Hgg.): Die Verlorene Wissenschaft. Versuch einer Katharsis nach Corona (Klartext. Schriften zu Politik und Gesellschaft; 2), Stuttgart: ibidem 2024, S. 289 – 307.

Rezension: Zwischen Revolution und Rekonstitution

2024 hat der bekannte Studentenhistoriker Bernhard Grün, Autor der „Fuxenstunde“, den ersten Band seines „Opus magnum“ zur Geschichte der NS-Kameradschaften unter Ägide der Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte vorgelegt. Die ersten beiden Teilbände sind jetzt im Jahrbuch „Preußenland“ besprochen worden:

Axel Bernd Kunze (Rez.): „Bernhard Grün: Zwischen Revolution und Rekonstitution. Die Kameradschaften des NSD-Studentenbundes und Altherrenschaften im NS-Altherrenbund an den deutschen Hoch- und höhren Fachschulen 1937 bis 1945 (Schriften des Instituts für Deutsche Studentengeschichte; 4), Teilband 4/I: Bereich Berlin, Teilband 4/II: Bereich Ostland, Marl: Gemeinschaft für Deutsche Studentengeschichte 2024, in: Preußenland Jahrbuch 16 (2025), S. 421 – 423.