Zwischenruf: Freiheit lebt vom Diskurs

Grundfreiheiten und Grundrechte können durch staatliche Stellen angegriffen werden – das ist eindeutig, insofern der Staat erstrangiger Adressat der Grundrechte ist. Grundfreiheiten können aber auch durch gesellschaftliche Kollektive erstickt werden. Und hier maßen sich wissenschaftlche Fachgesellschaft schon länger und immer häufiger eine Türwächterfunktion an, die ihnen nicht zusteht, indem sie bestimmen, was als legitime wissenschaftliche Meinung gilt und was nicht. Es gibt eine zugelassene, vermeintlich demokratische Einheitsmeinung – und alles andere wird als unwissenschaftlich erklärt.

Im Band „Die Verlorene Wissenschaft“, herausgegeben von Matthias Fechner und Klaus Buchenau, wird dies am Beispiel der AG Christliche Sozialethik ausgeführt. Und dann kommt der Staat wieder ins Spiel: Der Landtag Baden-Württemberg hat den Boykottaufruf der Fachgesellschaft gegen die Zeitschrift „Die Neue Ordnung“ als legitimes Mittel der wissenschaftlichen Auseinandersetzung anerkannt, und zwar als ein Mittel, auf das sich eine steuerfinanzierte Universitätsbiblitohek bei ihren Entscheidungen stützen darf. Dabei hat der Staat nicht nur die Aufgabe, die Grundrechte zu respektieren, sondern auch vor Eingriffen durch Dritte zu schützen.

Aber das Vorgehen der Fachgesellschaften passt in ein öffentliches Diskursklima, in dem Kontroversen immer weniger erwünscht sind und in dem nicht mehr das bessere Argument zählt, sondern allzuoft die richtige Gesinnung. Und dann müssen Wissenschaftler, die „falsch“ denken, aus dem Weg geräumt, ausgegrenzt und im akademischen Diskurs unsichtbar gemacht werden. Freiheit sieht anders aus, sollte anders aussehen. Freiheit lebt vom offenen, kontroversen, streitbaren Diskurs.

Neuerscheinung: Christliche Burschenschaften

Vom 18. bis 20. Oktober 2024 feiert das Cartell Christlicher Burschenschaften in Bonn sein dreißigjähriges Jubiläum. Dem Cartell gehören fünf christliche Burschenschaften an: Burschenschaft Rheno-Germania Bonn, Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg, Burschenschaft Alemannia Leipzig, Burschenschaft Teutonia Nürnberg und Burschenschaft Ostmark-Breslau zu Regensburg. Das Jubiläum wirft seine Schatten voraus – und ist für ACADEMIA, die Dachverbandszeitschrift des Kartellverbandes Katholischer Deutscher Studentenverbindungen, Anlass, den christlichen Teil der burschenschaftlichen Bewegung vorzustellen:

Axel Bernd Kunze: Christliche Burschenschaften, in: ACADEMIA 117 (2024), Heft 5, S. 35.

Tag der Deutschen Einheit

Hl. Erzengel Michael, Bannerträger des deutschen Volkes, bitte für uns.

Hl. Bonifatius, Apostel der Deutschen, bitte für uns.

Hl. Petrus Kanisius, zweiter Apostel der Deutschen, bitte für uns.

Alle Heiligen und Seligen des deutschen Landes, bittet für uns.

„Allmächtiger Gott, du Lenker der Welt, deiner Macht ist alles unterworfen.

Wir bitten dich für unser Vaterland:

Gib den Männern und Frauen , die im öffentlichen Leben Verantwortung tragen, Weisheit und Tatkraft.

Gib allen Bürgern die rechte Gesinnung.

Laß Eintracht und Gerechtigkeit in unserem Lande herrschen und schenke uns allezeit Glück und Frieden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

(Tagesgebet aus der Messe für Heimat und Vaterland und die bürgerliche Gemeinschaft)

Auf fremden Seiten: KV würdigt seinen Kartellbruder Pastor Henze

„Es war ein Jubiläum, das nur wenige erreichen: 95 Lebensjahre – und siebzig Jahre priesterlicher Dienst. Mit einem festlichen Hochamt feierte Kb Pastor Winfried Henze (Wf, Cher) seinen 95. Geburtstag und sein siebzigstes Priesterjubiläum am Sonntag, dem 21. Juli 2024 in Borsum bei Hildesheim.“

Zum Weiterlesen:

https://www.kartellverband.de/aktuelles/highlights/am136-06/aus-dem-kv-kb-pastor-winfried-henze.html

Ein weiterer Bericht über das Jubiläum findet sich hier:

https://www.aussicht.online/artikel/pastor-winfried-henze-adlum-wird-90-und-feiert-sein-eisernes-priesterjubilaeum

Dokument: Erklärung zur westlichen Zivilisation

Mit der Erklärung zur westlichen Zivilisation möchten Philipp Bagus und Michael Esfeld n der Öffentlichkeit ein Zeichen dafür setzen, dass die Grundlagen unserer Zivilisation nach wie vor der Wegweiser für die Zukunft sind. Schirmherren sind Václav Klaus, Javier Milei und Jordan Peterson. Veröffentlicht wurde die Erklärung am 1. Oktober 2024 über das Liberale Institut:

Rezension: Comment-iert!

Axel Bernd Kunze (Rez.): Mit Band und Mütze, Stil und Profil – Ein akademisches Lesevergnügen rund um den coleurstudentischen Comment, in: Deutsche Sängerschaft. Verbandsorgan der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC) 129 (2024), H. II, S. 17 – 19.

Rezension zu: Bernhard Grün: Comment-iert! 111 Korporationsstudentische Miniaturen (Die Fuxenstunde & Der Comment), Bad Buchau: Federsee 2024, 242 Seiten.

Erklärung: Forschungsminister der G20-Staaten stärken nationale Wissenschaftssprachen

Die Forschungsminister der G20-Staaten, die am 18. und 19. September in Manaus/Brasilien zusammengekommen sind, haben überraschenderweise eine Abschlusserklärung verabschiedet, die zwei wichtige wissenschaftssprachpolitische Empfehlungen enthält: a) die Empfehlung „Ermutigung zur Verwendung von Muttersprachen in der Wissenschaft und Gewährleistung des Zugangs für Menschen mit Behinderungen“; b) die Empfehlung „Erleichterung der Verbreitung von Wissenschaft in allen Sprachen.“ Die Erklärung wurde gemeinsam von Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und den USA sowie der Afrikanischen und der Europäischen Union unterzeichnet. Deutschland war durch Frau Ministerin Stark-Watzinger vertreten. Die Erklärung finden Sie hier: https://www.g20.org/en/tracks/sherpa-track/research-and-innovation