Tagungsbericht: Mythos Praxisphasen

PROFIL. DAS MAGAZIN FÜR GYMNASIUM UND GESELLSCHAFT berichtet in seiner aktuellen Ausgabe 1-2/2024 über die letztjährige Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates des Deutschen Philologenverbandes und den neuen Dokumentationsband zum Tagungsthema „Schule nach Corona – was haben wir gelernt?“ (S. 30 ff.). Die Sitzung 2023 war dem Thema „Mythos Praxisphasen“ gewidmet:

„Als Fazit lässt sich nun ziehen: Die Empirie spricht gegen den Nutzen insbesondere früher Praxisphasen als Eignungsüberprüfung und für die Entwicklung von gutem Unterricht am Gymnasium. Für diesen braucht es zwingend eine solide fachwissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung an den Universitäten. Zu frühe Praxisphasen sind nicht zielführend, da sie zur Verstetigung falscher Muster führen können. Ohnehin ist die Verkürzung des Referendariats aufgrund der Einführung von Praxissemestern vor allem ein Sparmodell in der Schulpolitik. In allen Praxisphasen braucht es aber eine enge Betreuung duch gut ausgebildete Mentorinnen und Mentoren. Die politischen Entscheider müssen also auch hier zusätzliche Ressourcen bereitstellen.“ (Thomas Langer, S. 34)

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