Lektürehinweis: Thüringer Residenzenlandschaft bald Weltkulturerbe?

Neuerscheinung (aus der Verlagsinformation):

Thüringen verfügt über eine außergewöhnlich hohe Zahl ehemaliger fürstlicher Residenzen auf engem Raum, die bis zum Ende der Monarchie 1918 in Funktion blieben. Sie sind Zeugen der nur hier über 1806 hinaus erhaltenen kleinteiligen Struktur des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Mit diesem Schatz hat sich Thüringen 2021 auf den Weg zum UNESCO-Welterbe gemacht.

Im Auftrag der Thüringischen Staatskanzlei erarbeitete die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten den Antrag „Thüringische Residenzenlandschaft“ mit neun Residenzanlagen in acht Städten. Im Oktober 2021 wurde der Antrag für das Bewerbungsverfahren zur deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe eingereicht. Die vorliegende Publikation beinhaltet den Antraginhalt sowie die Beiträge eines wissenschaftlichen Kolloquiums. Im Mittelpunkt stehen der Vergleich mit bereits eingetragenen Welterbestätten und die daraus abgeleitete Definition eines möglichen außergewöhnlichen universellen Wertes sowie der historische Hintergrund der „Thüringischen Residenzenlandschaft“ im Kontext des Heiligen Römischen Reichs. Hinzu kommen Beiträge zu Hintergründen und methodischen Fragen rund um das Welterbe.

Einer der Initiatoren des Projekts ist Prof. Dr. Helmut Eberhard Paulus, ehemaliger Direktor der Thüringer Schlösser und Gärten. Im kommenden Jahr wird er zu diesem Thema die Festrede zum Stiftungsfest seiner Leipziger Burschenschaft Alemannia zu Bamberg halten.

Der Antrag liegt nun in gedruckter Form vor:

Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (Hg.): Die Thüringische Residenzenlandschaft auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe. Der erste Schritt zur deutschen Kandidatenliste, Regensburg: Verlag Schnell + Steiner 2023, 19,95 Euro.

Weitere Informationen:

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